„Thema“ am 11. Jänner: Leichen im Traunsee – ungelöste Rätsel

Außerdem: Terror in Paris – die Folgen für eine Tiroler Familie

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 11. Jänner 2016, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Leichen im Traunsee – ungelöste Rätsel

„Sie hatten solche Freude, mit anderen zu feiern. Und diese Freude war echt. Wie er jetzt so etwas Grausames machen konnte, das geht nicht in meinen Kopf hinein“, sagt Erich Kleck. Der Kelsterbacher war ein Freund von Anton Sch., der seine Frau kurz vor Silvester ermordet, zerstückelt, im Traunsee versenkt und sich später dort selbst ertränkt haben soll. Viele Fragen rund um den Kriminalfall sind noch offen. Über Spielschulden als mögliches Motiv wird spekuliert, über Alkoholismus und dass Anton Sch. einst ein Kind bei einem Autounfall getötet haben soll. In der Wohnung des Ehepaars in Kelsterbach, einem Vorort von Frankfurt, wurden Blutspuren gefunden, der Tatort ist somit geklärt. Doch was den 72-jährigen Computerexperten mit der Leiche seiner Frau in zwei Koffern dann Hunderte Kilometer bis an den Traunsee geführt hat, ist weiterhin offen. Eva Kordesch und Andrea Poschmaier auf Spurensuche.

Terror in Paris – die Folgen für eine Tiroler Familie

Ein Projektil durchschlägt den Bauch, eines zertrümmert seinen Unterarm. Doch Daniel, ein 21 Jahre alter Tiroler, überlebt den Terroranschlag im Pariser Musikclub Bataclan am 13. November vergangenen Jahres. 89 Menschen sterben. Zwei Tage lang sucht Daniels Vater Helmuth Schöpf in Pariser Krankenhäusern nach seinem Sohn, weiß nicht, ob er noch lebt. „Als ich ihn dann gefunden habe und wusste, dass er am Leben ist, war das für mich wie eine Wiedergeburt“, erzählt der Tiroler Flüchtlingskoordinator im „Thema“-Interview. Die gesamte Familie leidet bis heute unter dem Trauma, das der Terror und die Angst ausgelöst haben. Daniel kann bis heute nur mit ganz wenigen Menschen darüber sprechen, er befindet sich wie sein Vater in Psychotherapie. Christoph Feurstein hat mit den Eltern von Daniel über Angst, den Anschlag und die Folgen gesprochen.

Schlimmer Start ins Leben – Baby in der Mülltonne

„Ich bin zweifache Mama, ich weiß, wie sich Baby-Geschrei anhört“, sagt die 22-jährige Marina Pajnik aus Klagenfurt. Als sie bei klirrender Kälte den Müll ausleeren möchte, hört sie etwas in einer der Mülltonnen und findet ein Neugeborenes. Das Baby liegt in einer schwarzen Tasche, eingewickelt in ein Leintuch. Marina Pajnik handelt rasch: Sie wählt den Polizeinotruf und wärmt das stark unterkühlte Baby an ihrer Brust, bis der Notarzt eintrifft – und rettet so das Leben des kleinen Buben. Seine Körpertemperatur war auf 21 Grad abgekühlt. Auch Dominik Reischl ist ein Findelkind. Vor 17 Jahren hat ihn ein Fernfahrer auf einer Autobahntoilette in Salzburg gefunden. Der Lehrling gibt die Hoffnung, seine Eltern zu finden, nicht auf. Um Müttern in einer verzweifelten Situation einen legalen Ausweg zu bieten und vor allem, um das Überleben der Neugeborenen zu sichern, gibt es seit knapp 15 Jahren Baby-Klappen und die Möglichkeit der anonymen Geburt. Durchschnittlich werden so jedes Jahr 35 Babys vor einem schlimmeren Schicksal bewahrt, berichten Christian Zechner und Christoph Seibel.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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