NEOS: Keine Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Müttern durch Kinderbetreuungsgeld-Reform

Michael Pock: "Flexibilisierung beim Bezug ist positiv zu bewerten, doch Harmonisierung mit Karenzregelungen fehlt"

Wien (OTS) - „Die präsentierte Kinderbetreuungsgeld-Reform bringt einige positive Aspekte mit sich. Aber in den wesentlichen Problempunkten sind die Vorschläge von Familienministerin Karmasin wenig ambitioniert", kommentiert NEOS-Familiensprecher Michael Pock die heute präsentierten Pläne für Änderungen beim Kinderbetreuungsgeld. „Durch die Abschaffung der Pauschalvarianten wird die bisherige Langzeitvariante kaum beschnitten. Noch immer kann Kinderbetreuungsgeld bis zu 35 Monate bezogen werden. Die Arbeitsmarktintegration – insbesondere von Müttern – wird dadurch nicht erleichtert, da die Höchstdauer einer Karenz nicht mit der Höchstdauer des Kinderbetreuungsgeldbezuges zusammenfällt. Erst wenn es hier zu einer Harmonisierung kommt, wird die Rückkehr in den Erwerbsprozess für Frauen erleichtert", erläutert Pock das wesentlichste Problem des aktuellen Kinderbetreuungsgeld-Regimes, dass auch in Zukunft nicht verbessert wird.

„Dass zukünftig mehr auf Partnerschaftlichkeit durch die Ermöglichung eines Vatermonats und der Möglichkeit von einem überlappenden Kinderbetreuungsgeld-Bezug erreicht wird, ist positiv zu bewerten. Ob aber der minimale Bonus von 1.000 Euro ausreichen wird, um die Väterbeteiligung tatsächlich zu erhöhen, bleibt abzuwarten", zeigt sich der NEOS-Familiensprecher skeptisch. „Wesentlich wäre es gewesen, dass eine zweite und längere einkommensabhängige Variante eingeführt wird. Denn wie Studien zeigen, würden Väter gerne länger Kinderbetreuungsgeld beziehen. Doch die Pauschalvarianten und das neue Kinderbetreuungsgeldkonto führen auch in Zukunft zu Einkommensverlusten für Väter, die einer stärkeren Beteiligung im Weg stehen," so Pock, der die Möglichkeit einer zweiten einkommensabhängigen Variante von bis zu 24 Monaten mit rund 50 Prozent des Letztbezuges fordert.

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