APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Pröll, Haslauer und Fischer aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 01.01 bis 07.01.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP).
Die mögliche Kandidatur Prölls bei der Bundespräsidentenwahl stand im Zentrum der politischen Diskussionen. Mehrere Landeshauptleute gingen fix von einem Antreten Erwin Prölls aus. "Ich rechne damit, dass er antritt. Aber wir haben Gott sei Dank eine Reihe möglicher Kandidaten", sagte etwa der oberösterreichische Landeshauptmann Pühringer. Für Pröll sprachen sich auch seine Amts-und Parteikollegen Günther Platter, Wilfried Haslauer und Hermann Schützenhöfer aus. "Österreich braucht einen Staatsmann, der in dieser Zeit der Irritation ein Fels in der Brandung ist. Erwin Pröll wäre ein solcher Staatsmann“, bekräftigte Schützenhöfer in einem ORF-Interview. Aus den ÖVP-Teilorganisationen kamen ebenfalls positive Kommentare für eine Kandidatur Prölls. Seniorenbund-Obmann Khol sagte gegenüber dem „Kurier“, der niederösterreichische Landeshauptmann sei sein „absoluter Wunschkandidat“ und habe seine „100-prozentige Unterstützung“. Die Partei liege „ihm zu Füßen“, so Khol. „Volle Unterstützung“ für Pröll kam auch von Frauenbund-Chefin Dorothea Schittenhelm.

Pröll selbst hielt sich lange bedeckt. Gestern jedoch erklärte ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner in der „Zeit im Bild 2“, dass ihm Pröll bereits vor Weihnachten eine Absage erteilt habe. Grund sei, dass Pröll für die Periode als Landeschef gewählt sei und diese Periode nicht vorbei sei. Wer sonst als Kandidat für die ÖVP in Frage komme, darauf wollte sich Mitterlehner nicht festlegen.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). In der Debatte um eine Obergrenze bei Asylanträgen gehen innerhalb der SPÖ die Meinungen stark auseinander. Niessl betonte in einem ORF-Interview, dass er mit Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) übereinstimme, „dass 90.000 oder 100.000 zu hoch sind.“ Man müsse aber zwischen "Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsmigranten" unterscheiden, so Niessl. "Bei Kriegsflüchtlingen soll es keine Grenze geben, aber natürlich können nicht alle Wirtschaftsflüchtlinge nach Schweden, Österreich oder Deutschland kommen."

Kritik an Niessls Aussagen äußerte der Wiener SPÖ-Landesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler. „In dieser Frage ist er anderer Meinung.“ Auch Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sprach sich gegen Obergrenzen aus.

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