SP-Tanja Wehsely/Grüne-Huemer: Ja zur „Ausbildung bis 18“ als qualitatives Angebot für junge Menschen

Wien wird Entwicklungsprozess bestmöglich unterstützen

Wien (OTS/SPW-K) - „Mit der ‚Ausbildung bis 18‘ leitet Sozialminister Rudolf Hundstorfer einen wichtigen Entwicklungsschritt ein, sodass möglichst alle Jugendlichen eine über den Pflichtschulabschluss hinausreichende Ausbildung abschließen können“, freut sich Tanja Wehsely, stellvertretende Vorsitzende des SP-Gemeinderatsklubs, über die heute von Sozialminister Hundstorfer vorgestellten Pläne zur Weiterentwicklung der Ausbildung bis 18.

„Wien war mit der Wiener Ausbildungsgarantie Vorreiterin in der Unterstützung junger Wienerinnen und Wiener beim wichtigen Übergang von der Schule in den Beruf. Wenn dieser Ansatz bundesweit weiterentwickelt wird, sind wir klarerweise ein aktiver Partner für die Pläne des Herrn Minister. Für Wien ist entscheidend, dass die 'Ausbildung bis 18' die Qualität der bisherigen Maßnahmen weiter erhöht. Wir werden uns dabei in den längerfristigen Prozess der Vorbereitung und Implementierung des Vorhabens mit all den in Wien gesammelten Erfahrungen einbringen“, so Tanja Wehsely.

Auch Barbara Huemer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Wien, ist von der positiven Wirkung der ‚Ausbildung bis 18’ überzeugt und ergänzt: „Zu viele Jugendliche verlassen derzeit das Bildungssystem lediglich mit Pflichtschulabschluss oder brechen die Schule oder Lehre ab. Das Risiko, arbeitslos zu werden oder in Hilfsarbeit zu enden, ist damit besonders hoch. Ich erwarte von der ‚Ausbildung bis 18’, dass die Zahl ausgrenzungsgefährdeter Jugendlicher zukünftig deutlich reduziert wird. Jugendliche sollen gemäß ihren Interessen jedenfalls Angebote für den Besuch einer höheren Schule oder eine Ausbildung erhalten, aus denen sie auswählen können. Niederschwellige Angebote und Maßnahmen gegen die soziale Selektion des Bildungssystems sind von besonderer Bedeutung.“

Folgende Punkte sind für den Erfolg der „Ausbildung bis 18“ aus Wiener Sicht maßgeblich:

1. Die „Ausbildung bis 18“ muss alle Säulen des Ausbildungssystems umfassen – also Schule, Lehrausbildung bzw. andere außerschulische Ausbildungen. Sie muss alle Bereiche gleichermaßen in die Pflicht nehmen und darf sich nicht auf Teilbereiche konzentrieren. Nur wenn alle Säulen des Systems gleichermaßen zum Gelingen beitragen, ist ein Erfolg möglich.

2. Das Um und Auf der „Ausbildung bis 18“ muss sein, zu verhindern, dass Jugendliche die Ausbildung vorzeitig abbrechen. Das betrifft sowohl die Schule als auch die Lehre. Die gesetzlichen Regelungen zum Vorhaben müssen demnach aktive Maßnahmen beinhalten, wie Schule und Lehre vorzeitige Ausbildungsabbrüche verhindern können.

3. Es versteht sich von selbst, dass Sanktionsmöglichkeiten nur dann ins Auge gefasst werden können, wenn den Jugendlichen ein entsprechend angemessenes Ausbildungsangebot gegenübersteht. Deshalb kann die „Ausbildung bis 18“ nur in einem mehrjährigen Entwicklungsprozess eingerichtet werden. Nur so kann das entsprechend umfangreiche Angebot zur Verfügung gestellt werden.

„Wir sind überzeugt, dass die ‚Ausbildung bis 18‘ unter Beachtung dieser Voraussetzungen ein voller Erfolg wird und dass wir so alle Jugendlichen in Österreich künftig beim Schritt ins Berufsleben gut unterstützen können“, zeigt sich Tanja Wehsely optimistisch. Abschließend verweist Wehsely auf die Stellungnahme des AK Präsidenten Rudi Kaske: "Ich unterstütze die Aussagen von Rudi Kaske, der der Meinung ist, dass ausreichend Schul- und Ausbildungsplätze angeboten werden müssen, damit das Modell 'Ausbildung bis 18' tatsächlich greift. Angebote des AMS sind als Ergänzung zu betrachten. So wie Rudi Hundstorfer und Rudi Kaske geht es auch Wien nicht um 'Strafen' für Jugendliche."

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