ORF III am Wochenende: Lenin und Stalin in der „zeit.geschichte“, Leo Nucci als „Macbeth“ in „Erlebnis Bühne“

Außerdem: „Der Zigeunerbaron“ in „Operette sich wer kann“, „Riccardo Muti – Die Sehnsucht bleibt“ im „Erlebnis Bühne“-Künstlerporträt

Wien (OTS) - Am Wochenende steht das Programm in ORF III Kultur und Information im Zeichen dreier politischer Protagonisten, die am Höhepunkt ihrer Macht der Tyrannei verfielen. Bevor „Erlebnis Bühne“ am Sonntag, dem 10. Jänner 2016, Shakespeares Tragödie des fiktionalisierten Schottenkönigs „Macbeth“ (20.15 Uhr) erzählt, widmet sich der „zeit.geschichte“-Samstag am 9. Jänner zwei realen Machthabern, die den Werdegang Russlands bzw. der ehemaligen Sowjetunion zu ihren Lebzeiten uneingeschränkt bestimmten: Josef Stalin und Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin. Stalin führte die Kommunistische Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg zum Sieg gegen Hitler-Deutschland und errichtete im eigenen Land eine grausame Diktatur, der in seiner Regierungszeit Millionen Menschen zum Opfer fielen. Sein Vorgänger Lenin, unter dessen Führung nach der Revolution 1917 die sozialistischen Bolschewiken an die Macht kamen, regierte ebenso als Diktator und opferte seiner Vision der sozialistischen Gesellschaftsordnung auch Millionen Menschenleben.

Die erste Dokumentation des „zeit.geschichte“-Abends – „Stalin in Farbe“ (20.15 Uhr) – führt zurück ins Jahr 1953: Die Sowjetunion ist gelähmt von Josef Stalins Tod, fünf Millionen Menschen geben dem Diktator die letzte Ehre – es ist eine ehrfürchtige Beerdigung für einen der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte. Der Film zeichnet den rasanten Aufstieg des rebellischen Schustersohnes Josef Dschugaschwili hin zu einem der mächtigsten Männer der Welt nach. Archivbilder aus Stalins direktem Umfeld – von Experten aufwendig nachkoloriert – bieten seltene Einblicke in das System Stalin und machen die Atmosphäre der Zeit in Farbe erlebbar.
Während Stalin jenen Menschen, die bereit waren, ihm bedingungslos zu folgen, das Paradies auf Erden versprach, mussten jene, die nicht an den Kommunismus glaubten, durch die Hölle gehen. Die zweite Dokumentation „Stalin – der rote Gott“ (21.05 Uhr) fragt, wie der atheistische Kommunismus selbst zur Religion mutierte und warum Stalin mancherorts heute noch wie ein Gott verehrt wird.
Weiter zurück in die Geschichte Russlands führt schließlich der essayistische Dokumentarfilm „Lenin – Drama eines Diktators“ (22.05 Uhr) von Grimme-Preisträger Ullrich Kasten: Wladimir Iljitsch Uljanow, der unter dem Namen Lenin berühmt wurde, wollte die Monarchie fällen, Russland modernisieren und den Sozialismus über den Erdball verbreiten. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands eroberte unter seiner Führung in der bolschewistischen Revolution im Oktober 1917 die Macht. Der Film zeichnet ein differenziertes Bild des bürgerlichen Studenten auf seiner Odyssee durch das europäische Exil und folgt dem programmatischen Fantasten an die Spitze der Partei.

Am Sonntag, dem 10. Jänner 2016, macht der Johann-Strauss-Klassiker „Der Zigeunerbaron“ (16.55 Uhr) im Rahmen von „Operette sich wer kann“ den musikalischen Auftakt zu einem abwechslungsreichen „Erlebnis Bühne“-Abend: In einer Mörbisch-Inszenierung von Heinz Marecek unter der musikalischen Leitung von Rudolf Bibl brillierten im Jahr 2010 u. a. Kammersänger Heinz Zednik, Peter Edelmann und Martina Serafin.
Anschließend zeigt das „Erlebnis Bühne“-Künstlerporträt „Riccardo Muti – Die Sehnsucht bleibt“ (19.10 Uhr) den charismatischen italienischen Dirigenten bei seiner Arbeit an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Festwochen. Im ORF-Interview aus dem Jahr 2001 gibt Muti Einblick in sein Leben als einer der international gefragtesten Musiker unserer Zeit.
Basierend auf der Tragödie von William Shakespeare führt Giuseppe Verdi in seiner Oper „Macbeth“ (20.15 Uhr) im Hauptabend ins Schottland des 11. Jahrhunderts. Der Film von Claude d’Anna wurde im Jahr 1987 außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt. Unter dem Dirigat von Riccardo Chailly ist u. a. Leo Nucci in der Titelrolle zu erleben.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle ORF-III-Sendungen, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0003