JW-Rohrmair-Lewis: „Regierung muss auf Experten hören und Pensionsautomatik endlich umsetzen“

OECD-Experte empfiehlt Pensionsautomatik für Österreich. Junge Wirtschaft sieht sich mit jahrelanger Forderung bestätigt und fordert ihre rasche Umsetzung

Wien (OTS) - „Einmal mehr bekommt Österreich von Expertenseite die Einführung einer Pensionsautomatik empfohlen, wie es die meisten europäischen Länder bereits gemacht haben. Es ist nun höchste Zeit, dass auch die letzten Reformverweigerer in der Bundesregierung ihre ideologisch motivierte Blockade aufgeben und die notwendigen Reformschritte im Pensionssystem umsetzen. Die Zeit für ideologische Kämpfe ist vorbei, denn die Realität hat uns eingeholt“, kommentiert Herbert Rohrmair-Lewis, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW), die heute in ein einem Interview geäußerten Vorschläge des OECD-Experten Christopher Prinz.

Zu den Vorbehalten gegenüber einer Pensionsautomatik meint Rohrmair-Lewis: „Zum immer wiederkehrenden Vorwurf des ‚Blechtrottels‘, der die Pensionen festlegt: ‚Blechtrottel‘ gibt es in dieser Form schon lange nicht mehr. Wir erwarten uns ein hochintelligentes System, welches die Pensionen über viele Generationen sichert. Nur das entspricht der Formulierung und Ausführung eines Generationenvertrags.“

Durch die Empfehlungen sieht sich die JW erneut bestätigt, setzt sie sich doch seit Jahren für ein nachhaltiges und generationengerechtes Pensionssystem und die dafür notwendigen Reformschritte ein. Dazu gehören u.a. das sofortige Aus der Hacklerregelung, die sofortige Angleichung des Frauenpensionsalters sowie Beschäftigungsinitiativen und wirksame Anreize für ein längeres Verbleiben in der Berufstätigkeit. „Es sollte mittlerweile jedem klar sein, dass unser Pensionssystem ohne eine tiefgreifende Reform nicht mehr finanzierbar ist. Mit jedem Tag des Zögerns fließen mehr und mehr Budgetmittel in ein marodes System. Für die Jungen ist das der reinste Chancenkiller, da wichtige Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung, Infrastruktur und Wachstumsinitiativen nicht mehr getätigt werden können. Wir erwarten uns daher, dass beim Regierungsgipfel am 29. Februar entsprechende konkrete Lösungen vereinbart werden“, bringt es Rohrmair-Lewis abschließend auf den Punkt. (PWK004/BS)

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