MA 48 im Winterdiensteinsatz

Wien (OTS) - Seit gestern sind nicht nur die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, sondern es gab erstmalig in diesem Winter auch mehrere cm Schneefall in der Millionenstadt. Gestern und in der vergangenen Nacht waren 250 große und kleine Winterdienstfahrzeuge im Einsatz sowie rund 900 LenkerInnen und StraßenkehrerInnen. Um den Nachschub mit Streumitteln zu gewährleisten wurden in der Nacht auch alle 15 Winterdienstlagerplätze geöffnet. Seit 6 Uhr in der Früh sind 180 Kleinfahrzeuge der Straßenreinigung und 74 große Winterdienstfahrzeuge sowie die MitarbeiterInnen der Straßenreinigung in Wien unterwegs. Sie säubern wie gewohnt die Straßen, entleeren die Papierkörbe und kontrollieren auch die Straßenübergänge. Bei Bedarf werden auch diese von den MitarbeiterInnen winterlich betreut. Laut ZAMG ist nun ab Mittag mit keinen winterdienstrelevanten Ereignissen zu rechnen. Die gestern ausgegeben Schnee- und Glatteiswarnung wurde in den frühen Morgenstunden wieder aufgehoben.

Ausreichende Lagerkapazitäten für Streumittel

Am Wiener Hafen sind rund 37.500 m³ bzw. 45.000 Tonnen Salz eingelagert, wobei die Anlieferung nach Wien umweltfreundlich mittels Bahn bzw. per Schiff erfolgt. Dezentral in Wien lagern noch weitere rund 9.500 Tonnen Streusalz in 37 Silos und einer Halle der MA 48.

Zum Nachladen können die Winterdienstfahrzeuge insgesamt 14 über die Stadt verteilte Lagerplätze anfahren, auf denen 37 Silos für Streugut zur Verfügung stehen. Durch die Vergrößerung des Silovolumens wird die Logistik für den Nachschub von Streumitteln deutlich erleichtert, da die Nachfüllung nicht während eines Volleinsatzes durchgeführt werden muss, sondern zeitversetzt auf ruhigere Winterdienstzeiten verlagert werden kann.

Wer räumt wo? Klare Zuständigkeiten in Wien

Für die Betreuung der öffentlichen Straßen in Hinblick auf Reinigung und Winterdienst ist die MA 48 zuständig. Das Straßennetz, das die MA 48 im Winterdienst zu betreuen hat, ist 2.800 Kilometer lang. Die zu betreuende Fahrbahnfläche beträgt rund 23 Millionen Quadratmeter. Die MA 48 ist auch verantwortlich für mehr als 591.000 Laufmeter Gehsteige, Stiegen und kombinierte Geh- und Radwege. Die MA 48 betreut darüber hinaus das Radwegenetz: Da sich das Fahrrad immer mehr zum ganzjährigen Verkehrsmittel entwickelt, wurde ein 277 km langes Winterbasisradwegenetz definiert, das seither einheitlich und verstärkt durch die MA 48 winterlich betreut wird. Die betreuten Radwege sind auch online unter www.wien.gv.at/verkehr/radfahren/pdf/winterraeumung.pdf abrufbar. Die restlichen Radwege (über 900 km) werden im Zuge der weniger stark befahrenen Nebenstraßen und Nebenfahrbahnen ebenfalls von der MA 48 mit geräumt.

Liegenschaftseigentümer für Gehsteige verantwortlich

Grundsätzlich sind für die winterliche Betreuung der Gehsteige von 6-22 Uhr die Liegenschaftseigentümer zuständig. Im Zuge der Novellierung der Gehsteigverordnung im Jahre 2012 kam es zu einigen Änderungen in diesem Bereich: So besteht beispielsweise für LiegenschaftseigentümerInnen bzw. beauftragte Firmen die volle Räumpflicht für Gehsteige, die unmittelbar an Behindertenparkplätzen angrenzen. Des Weiteren ist nun die Ablagerung des Schnees von schmalen Gehsteigen (schmäler als 1,5 m) in der Parkspur möglich, sofern der Verkehr nicht behindert wird bzw. es zu keiner Gefährdung kommt.

ASFINAG für Autobahnen und Schnellstraßen verantwortlich

Das Autobahn- und Schnellstraßennetz (sowie auch die Tangente) einschließlich der Auf- und Abfahrten werden von der ASFINAG betreut.

Moderner Winterdienst im Sinne der WienerInnen und der Umwelt

Die MA 48 hat den Winterdienst in den letzten Jahren stark modernisiert.Der erfolgreiche Einsatz von innovativen Streutechnologien wurde weiter ausgebaut, wodurch der Salzverbrauch bei geringen Minustemperaturen noch weiter reduziert wird. Bei Temperaturen um Null Grad kann so vor allem reine Sole ausgebracht werden, bei kälteren Temperaturen oder hohen Schneemengen punktet das bewährte Feuchtsalz mit seiner höheren Tauleistung. Durch den Einsatz von Salzsole und Feuchtsalz wurden die Streusplittmengen drastisch reduziert: Zum Vergleich: Im Winter 1995 hat die MA 48 noch mehr als 133.500 Tonnen Splitt gestreut, im Winter 2002/03 waren es noch rund 28.000 Tonnen, im sehr starken Winter 2012/2013 mit 121 cm Schnee an 42 Tagen 1.165 Tonnen und letztes Jahr nur noch 183 Tonnen.

Rückfragen & Kontakt:

Ulrike Volk
Öffentlichkeitsarbeit MA 48
Telefon: 01 4000 48014
E-Mail: ulrike.volk@wien.gv.at

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