Hungerstreik: Stopp den Repressalien gegen KurdInnen!

Dringender Appell an die politisch Verantwortlichen

Wien (OTS) - Ali Gedik, ein österreichischer Sozialarbeiter kurdischer Herkunft, ist seit 3. Jänner 2016 in der Wiener Karlsplatzpassage im Hungerstreik, um gegen die Unterdrückung des kurdischen Volkes und gegen den staatlichen Terror des Erdogan-Regimes zu protestieren.

Täglich werden KurdInnen, unter ihnen Kinder, vor den Augen der Weltöffentlichkeit ermordet, Städte werden mit Ausgangssperren belegt und von Panzern und Flugzeugen bombardiert, die Lebensgrundlagen in den kurdischen Gebieten der Türkei vernichtet.

Die Bevölkerung kann seit Wochen nicht auf die Straße, es gibt keinen Strom, kein Wasser, viele Familien können die Lebensmittel für ihre Kinder nicht mehr besorgen. Oft können nicht einmal die Leichen der Ermordeten begraben werden, weil Scharfschützen der türkischen Armee auf alle schießen, die vor die Haustüre gehen.

Die politisch Verantwortlichen in Europa, Österreich und den USA nehmen den Vernichtungskrieg der türkischen Regierung gegen die Kurden stillschweigend hin.

Erdogan, der die Pressefreiheit unterdrückt und die Immunität der gewählten kurdischen Abgeordneten aufheben will, um sie zu verfolgen, wurde sogar als Partner der EU zur Flüchtlingsabwehr eingesetzt.

Die kurdischen KämpferInnen stehen im Kampf für die Menschheit gegen den „Islamischen Staat“ an vorderster Front.

Ali Gedik richtet daher einen dringenden Appell an die politisch Verantwortlichen in Österreich, den Bundespräsidenten, den Bundeskanzler und den Außenminister: Wie können Sie es verantworten, daß die Kurden für vogelfrei erklärt werden?

Ergreifen Sie endlich Partei für Menschenrechte und Demokratie, damit die kurdische Bevölkerung nicht mehr leiden muß!

Michael Genner (Asyl in Not)
Ali Gedik

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Ali Gedik
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