Schieder übt scharfe Kritik an Menschenrechtsverletzungen in der Türkei

„Krieg gegen Teil der eigenen Bevölkerung“

Wien (OTS/SK) - „Massive Menschenrechtsverletzungen und eine brutale, unverhältnismäßige Eskalation des Konfliktes auf dem Rücken von ZivilistInnen“ sieht SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder in der türkischen Großoffensive gegen die PKK in der Südosttürkei, die am Wochenende einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht hat. Seit Wochen werde im Kampf gegen die PKK pauschal gegen die kurdische Bevölkerung vorgegangen. „Was sich derzeit in der Türkei abspielt, ist ein Krieg gegen einen Teil der eigenen BürgerInnen“, kritisiert Schieder scharf. ****

Städte wie Diyarbakir, Cizre und Silopi befinden sich seit Wochen im Ausnahmezustand. Die türkische Armee ist mit Panzern und Raketen bis in Wohnviertel vorgerückt. Berichtet wird etwa, dass Scharfschützen einen 65-jährigen Mann in seinem Haus getötet haben und eine dreifache Mutter während des Frühstückens durch Granatenbeschuss ums Leben kam. In den unter Dauerbeschuss stehenden Vierteln werden außerdem die Lebensmittel knapp.

„Das brutale und rücksichtslose Vorgehen gegen ZivilistInnen und die Menschenrechtsverletzungen müssen sofort aufhören“, fordert Schieder in Richtung Türkei. Von der EU erwartet Schieder „eine klare und hörbare Verurteilung dieser Vorgänge“. (Schluss) bj/ph/mp

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