Faszinierender „Universum“-Einblick in „Das Große Barriereriff“

Am 5. Jänner um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Es ist eines der sieben Weltwunder der Natur – das Große Barriereriff an der Nordostküste Australiens. Mit 2.200 Kilometern Länge ist es das weitläufigste von Tieren geschaffene Bauwerk der Erde und eines der komplexesten Ökosysteme des Planeten. Für die beeindruckende BBC-Produktion „Das Große Barriereriff“, die „Universum“ am Dienstag, dem 5. Jänner 2016, um 20.15 Uhr in ORF 2 zeigt, sind neueste Kameratechniken zum Einsatz gekommen. Sie ermöglichen einen außergewöhnlichen Einblick in die Unterwasserwelt am Riff. Makro- und Zeitrafferaufnahmen zeigen in James Brickells 100-minütiger Dokumentation (deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr) das Riff als Ort der permanenten Veränderung und Erneuerung.

Kaum ein anderer mariner Lebensraum ist so vielfältig und artenreich wie jener des Großen Barriereriffs. Eine Lagune verbindet 3.000 Riffsockel, 600 Inseln, weitläufige Mangrovengebiete sowie den Regenwald an der Küste zu einem sensiblen Ökosystem. Auf den Kontinental- und Koralleninseln begegnet man seltenen Vogel- und Waranarten, einer Millionenschar verschiedener Flughunde oder der größten Panzerechse der Erde, dem Leistenkrokodil.

Die Mangrovengebiete an den Küsten sind der Ort eines komplizierten Nährstoffkreislaufs, der für das gesamte Barriereriff bestimmend ist. Das Herz des Systems ist der Regenwald an der Küste des Festlands. Er reguliert die Süßwasser- und Nährstoffzufuhr in die Lagune. Die unendlich scheinende Nahrungsvielfalt lockt Hunderttausende Lebensformen in allen Größen und Gestalten an. Am Riff herrscht derweil pulsierende Großstadthektik. Es ist eine Stadt, die niemals schläft – und in der es niemals finster ist. Aufnahmen mit Ultraviolett-Kameras zeigen die atemberaubend bunte Lichterkulisse im nächtlichen Meer, geschaffen durch die Leuchtkraft der Korallentiere. In ihrem Schein tummelt sich eine Unzahl bisher selten beobachteter Meeresbewohner durch das unbekannte und durchaus gefährliche Nachtleben am Riff. Sogar die Korallenstöcke ziehen im Schutz der Dunkelheit gegeneinander in den Krieg, um sich die besten Futterstücke und Territorien zu sichern.

Das Große Barriereriff ist aber nicht nur das längste Schlachtfeld der Erde, sondern auch eine der größten Kinderstuben. Neben den ständigen Bewohnern bevölkern Jahr für Jahr auch zahlreiche Besucher das gesamte Gebiet, um sich hier fortzupflanzen. Für viele Wal- und Vogelarten, aber auch für seltene Tiere wie etwa die Grüne Meeresschildkröte ist die Welt aus Inseln, Riffen und seichten Küstengebieten der Ort, von dem der Fortbestand ihrer Art abhängig ist. Somit wirkt das Riff weit über seine Grenzen hinaus. Grundsätzlich ist das Große Barriereriff imstande, sich selbst zu regenerieren und sogar zu vergrößern. Doch schädliche Einflüsse von außen bringen das Naturwunder in Gefahr. Die Erderwärmung begünstigt Unwetter, die innerhalb weniger Stunden zerstören, was über Jahrtausende gewachsen ist. Der permanente Anstieg der Wassertemperatur sowie das Einfließen von Tonnen gelöster Pestizide und Schwermetalle aus der Landwirtschaft ins Küstengebiet setzen den Korallentieren erheblich zu.

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