Industrie zu Arbeitsmarkt: Mit mutigen strukturellen Reformmaßnahmen ins neue Jahr starten

IV-GS Neumayer: Arbeitsmarktlage weiterhin schwierig – Drängende Strukturreformen für einen wettbewerbsfähigen Arbeits- und Industriestandort konsequent weiter angehen

Wien (OTS) - „Das Jahr 2016 beginnt mit einer weiter schwierigen Arbeitsmarktlage, aktuell sind mehr als 475.400 Personen beim Arbeitsmarktservice gemeldet. Umso mehr müssen wir die drängenden Strukturmaßnahmen für einen attraktiven und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort konsequent angehen“, hielt der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich der heute, Montag, veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen fest. „Die mit Jahreswechsel in Kraft getretene Reduktion des Insolvenzentgeltbeitrags ist zwar ein positives Signal, um verloren gegangenes Vertrauen in die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen am Standort Österreich ein Stück zurückzugewinnen und Investitionen zu fördern. Nunmehr gilt es aber weitere Reformmaßnahmen konkret und konsequent anzugehen, um Wachstums- und Beschäftigungsimpulse zu schaffen und vor allem die enorme Bürokratie- und Kostenbelastung der Betriebe abzubauen“, forderte der IV-Generalsekretär und hielt fest, „zwar hat der Nationalrat jüngst die Anhebung der Tageshöchstarbeitszeit auf zwölf Stunden bei aktiver Reisezeit beschlossen – nicht aber bei der Gleitzeit, wie es im Regierungsprogramm vorgesehen ist. Die bestehenden Arbeitszeitregelungen sind längst nicht mehr zeitgemäß. Es ist dringend geboten, weitergehende Schritte in Bezug auf moderne Arbeitszeitregelungen zu setzen.“

Eine positive Entwicklung zeige sich beim Blick auf die zunehmenden Beschäftigungszahlen, insbesondere in der Gruppe der über 50-Jährigen, sowie auf die beim Arbeitsmarktservice vermehrt gemeldeten offenen Stellen. Vor allem in der Steiermark, Vorarlberg und Oberösterreich steige der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „In Anbetracht dessen, dass fast die Hälfte aller arbeitslosen Personen jedoch keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss aufweist, sind die Anstrengungen im Bildungsbereich konsequent weiter zu führen“, forderte der IV-Generalsekretär und betonte, „im Dienste der Wettbewerbs- und damit Zukunftsfähigkeit des Industrie- und Arbeitsstandortes Österreich brauchen wir gemeinsames Handeln und ambitionierte strukturelle Reformmaßnahmen, die es – sei es im Rahmen des Finanzausgleichs oder in einem definierten Umsetzungsplan der Bundesregierung – rasch anzugehen gilt.“

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