Wohlmuth: Schluss mit „zu alt, zu teuer“! Brauchen altersgerechte Arbeitswelt

Pensionistenverband fordert Pensionsmonitoring, verpflichtendes Bestbieter-Prinzip und mehr betriebliche Gesundheitsvorsorge

Wien (OTS) - „Das Jahr 2016 beginnt leider, wie 2015 geendet hat: Die Arbeitslosigkeit in der Generation 50+ bzw. 55+ steigt mit rasantem Tempo (+ 9,9 Prozent)! Schuld daran sind vor allem das zu geringe Wirtschaftswachstum, zu wenig Investitionen, das fehlende Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft, die unsägliche ‚zu alt, zu teuer‘-Mentalität in den Köpfen der Personalchefs und krank-machende Arbeitsplätze“, so Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ). ****

Zwtl. Forderungen des Pensionistenverbandes für altersgerechte Arbeitswelt

+ Ein umfassendes Pensions- und Beschäftigungsmonitoring 50+ unter Einbeziehung des öffentlichen Dienstes und aufgeschlüsselt nach Branchen, Regionen und Betriebsgröße

+ Gesund-Länger-Arbeiten-Paket mit:
- ergonomischer Gestaltung des Arbeitsplatzes
- verpflichtende betriebliche Gesundheitsvorsorge inkl. zusätzlicher arbeitsmedizinischer Einsatzzeiten für MitarbeiterInnen 50+
- Einschränkung krankmachender Arbeit durch altersgerechte Schichtpläne und schrittweise Reduzierung der Nacht- und Schwerarbeit

- Schwerpunktprogramm „Burn-Out-Vorsorge“ durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen

+ Spezielle Aus- und Weiterbildungsangebote und Umschulungen für die Generation 50+ durch das AMS. Finanzielle Förderungen für Firmen, die ältere MitarbeiterInnen einstellen und sie aus- oder weiterbilden

+ Wirksameres Bonus-Malus-System mit schmerzhaftem Malus für Betriebe, die ältere ArbeitnehmerInnen in die Arbeitslosigkeit oder Frühpension drängen und einem echten, spürbaren Anreiz für die Beschäftigung Älterer

+ Verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip für ALLE Branchen zur Stärkung regionaler Unternehmen und Unterstützung von Firmen, die Ältere beschäftigen und Lehrlinge ausbilden

+ Investitionen zur Ankurbelung der Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen. Her mit dem so vollmundig angekündigten 315-Milliarden-Paket der EU zur Wirtschaftsbelebung. (Schluss)

+ Einführung einer Wertschöpfungsabgabe zur Entlastung von personalintensiven Unternehmen und Sicherung der Finanzierung des Sozialsystems

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

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