ÖGB-Anderl: Die Beharrlichkeit Mitterlehners beim falschen Thema

Österreich ist noch nicht reif für frühzeitige Angleichung des Frauenpensionsalters

Wien (OTS) - „Seine Beharrlichkeit in Ehren, aber leider beim falschen Thema“, reagiert ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Anderl auf den neuerlichen Vorstoß von Vizekanzler Mitterlehner, das Frauenpensionsalter frühzeitig an jenes der Männer angleichen zu wollen. Seine Begründung, es gäbe bereits eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Karrierechancen für Frauen, sei, so Anderl, eine Negierung der Realität, denn sie helfen den heute über 50jährigen nichts. „Und wo sind die alternsgerechten Arbeitsplätze für die Frauen, Herr Vizekanzler?“, fragt die ÖGB-Vizepräsidentin.++++
„In der Tat, seit 1993 (Anm. als die Angleichung des Antrittsalters für 2033 beschlossen wurde) hat sich für Frauen einiges in die richtige Richtung entwickelt. Dank des unermüdlichen Kampfes der Frauen, aber ohne wesentliche Unterstützung durch die Wirtschaft und konservativer Kreise“, stellt Anderl fest und meint: „Wir sind aber noch lange nicht reif für eine frühzeitige Anhebung.“
Anderl fordert daher einen konkreten Umsetzungsplan zur Gleichstellung von Frauen in Beruf und Gesellschaft verbunden mit einer regelmäßigen Evaluierung der gesetzten Maßnahmen in Hinblick auf die Fortschritte bei der Gleichstellung. Anderl: „Ich lade den Herrn Vizekanzler gerne ein, mit vollem Elan und seiner unbändigen Beharrlichkeit daran mitzuarbeiten.“

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