Wohlmuth: Pensionistenverband Österreichs fordert verpflichtendes Bestbieter-Prinzip für alle Branchen

Billigstbieter-Prinzip ist altersdiskriminierend – Pensionistenverband für neuerliche Reform des Vergaberechts

Wien (OTS) - Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ), die größte und mitgliederstärkste Senionrenorganisation fordert das verpflichtende Bestbieter-Prinzip bei allen öffentlichen Auftragsvergaben. „Das verpflichtende Bestbieter-Prinzip bei öffentlichen Bauaufträgen war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen rasch alle weiteren Branchen folgen!“, betont Andreas Wohlmuth, Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs. ****

„Das gängige Billigstbieter-Prinzip sorgt dafür, dass bei der öffentlichen Auftragsvergabe fast immer jene Firmen den Zuschlag erhalten, die nur junge Leiharbeiter beschäftigen. Das konterkariert alle notwendigen Bestrebungen mehr ältere Dienstnehmer in Beschäftigung zu bringen, mehr Lehrlinge auszubilden und Lohndumping zu bekämpfen!“, kritisiert Wohlmuth. Beim verpflichtenden Bestbieter-Prinzip hingegen werden jene Firmen bevorzugt, die vorgegebene soziale Faktoren wie z.B. die Ausbildung von Lehrlingen, die Beschäftigung von ArbeitnehmerInnen 50+, die Einhaltung von ArbeitnehmerInnenrechten und wirtschaftliche Kriterien wie z.B. Standortnähe oder die Erfüllung von Umweltkriterien einhalten.

„Der Pensionistenverband Österreichs fordert daher eine neuerliche Reform des Vergaberechts. Denn wenn wir mehr Firmen wollen, die Ältere beschäftigen, die Lehrlinge ausbilden und wenn wir regionale Betriebe stärken wollen, dann müssen wir dafür auch die Rahmenbedingungen schaffen! Mit einem Auftragsvolumen von zig Milliarden Euro jährlich, hat der österreichische Staat hier starkes Einflusspotential und muss mit gutem Beispiel vorangehen“, so Wohlmuth abschließend. (Schluss)

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Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

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