Industrie zu Pensionsmonitoring: Pensionen sind nicht langfristig gesichert

IV-GS Neumayer: Pensionsaufwand steigt weiter deutlich – Warnungen internationaler Institutionen ernst nehmen – Schönferberei bei Statistik löst Pensionsproblematik nicht

Wien (PdI) (OTS) - „Alle vorliegenden Daten belegen, dass der Pensionsaufwand in Österreich aktuell und in den nächsten Jahren deutlich ansteigt. Statistische Schönfärberei wird die Probleme bei der langfristigen Finanzierbarkeit des Pensionssystems nicht lösen“, hielt Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), heute, Mittwoch, anlässlich des veröffentlichten Pensionsmonitorings fest. So habe etwa die EU-Kommission in den länderspezifischen Empfehlungen Österreich zuletzt erneut aufgefordert, die langfristige Tragfähigkeit des Pensionssystems sicherzustellen und zu diesem Zweck u. a. das gesetzliche Pensionsalter für Frauen früher anzupassen sowie das gesetzliche Pensionsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Würde man alle Geldleistungen der Pensionsversicherung, also auch das neue Rehabilitationsgeld, mit in die Berechnung einbeziehen, dann ergäbe sich für 2015 ein ähnlich Bild wie für 2014. „Vor diesem Hintergrund mutet es unverhältnismäßig an, wenn nun über einen minimalen Anstieg beim Antrittsalter gejubelt wird. Das österreichische Pensionssystem ist teuer, von Nachhaltigkeit ist keine Rede“, wie Neumayer kritisierte.

„Zu behaupten Österreich hätte kein Problem in der Finanzierbarkeit der Pensionen, ist fahrlässig. Wenn wir unseren Kindern eine gesicherte Zukunft und Pensionen bieten wollen, müssen wir heute Anfangen die Dinge zu verändern. Wir erwarten uns für die angekündigte Pensionsreform im Februar 2016, dass eindeutige Reformschritte gesetzt werden. Ohne permanente Anpassung an die steigende Lebenserwartung wird es nicht gehen“, betonte Neumayer. Die wirklichen Herausforderungen seien hinlänglich bekannt. „Wir müssen dort ansetzen wo das Problem liegt – im Pensionssystem selbst! Alles andere ist unfair allen jüngeren und kommenden Generationen gegenüber. Populismus hilft weder den Menschen in diesem Land, noch dabei, unsere exzessiven Pensionskosten einzudämmen“, so der IV-Generalsekretär.

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