ÖGB-Foglar: Arbeitsplätze müssen im Mittelpunkt des Pensionsgipfels stehen

Fakten nicht länger ignorieren: Pensionsantrittsalter steigt schneller als erwartet

Wien (OTS) - „Die Pensionsreformen wirken. Das letzte Gutachten für die Pensionskommission sagt voraus, dass das Pensionssystem auch in Zukunft leistbar sein wird. Und nun belegen auch die Fakten des Pensionsmonitorings, dass die Menschen später in Pension gehen“, sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar zu den heute bekannt gewordenen Daten. Demnach ist das Antrittsalter in nur einem Jahr von 59,6 auf 60,2 Jahre gestiegen – schneller, als im Regierungsprogramm prognostiziert. „Beim Pensionsgipfel im Februar muss daher auch im Mittelpunkt stehen, wie mehr Arbeitsplätze für Menschen geschaffen werden, die immer später in Pension gehen“, fordert Foglar.++++

Auch Zugangsalter zur Alterspension ist gestiegen

Die Veränderung ist nicht nur auf den neu geregelten Zugang zur Invaliditätspension zurückzuführen, auch das Antrittsalter zu den Alterspensionen ist gestiegen, und zwar auf 61,6 Jahre. „Diese Fakten können auch jene Politiker nicht länger ignorieren, die ständig nach Pensionskürzungen schreien und damit die Menschen verunsichern“, so Foglar: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen klar wissen, wann sie in Pension gehen können, und mit wieviel Pension sie rechnen können. Ein Pensionssystem, das von Automatismen und Computern beherrscht wird, bedeutet das Gegenteil von Klarheit.“

Ältere brauchen mehr Arbeitsplätze, um länger arbeiten zu können

„Ein höheres faktisches Pensionsantrittsalter hat nur dann Sinn, wenn es auch Arbeitsplätze für die älteren Menschen gibt. Statt der interessensgeleiteten Schwarzmalerei muss daher die Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik im Mittelpunkt des Pensionsgipfels im Februar stehen“, sagt Foglar. Wesentlich sind auch Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der ArbeitnehmerInnen: „Die Menschen können länger arbeiten, wenn sie dazu körperlich und psychisch in der Lage sind, und wenn sie einen Arbeitsplatz bekommen – und nicht, wenn ihnen ein Pensionsautomat das vorrechnet.“ (fk)

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