„Orientierung“: Palästina – Hoffnung trotz allem

Am 3. Jänner um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Für die Reportage „Palästina: Hoffnung trotz allem“, die das ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ – präsentiert von Christoph Riedl-Daser – am Sonntag, dem 3. Jänner 2016, um 12.30 Uhr in ORF 2 zeigt, hat sich Christian Rathner im Westjordanland und in Gaza umgesehen, Projekte österreichischer Entwicklungszusammenarbeit besucht und Menschen gefunden, die die Hoffnung auf eine bessere Zukunft trotz allem nicht aufgegeben haben. „Hoffnung ist nicht das, was wir denken, sondern das, was wir tun“, sagt der evangelische Pastor und Theologe Mitri Raheb in Betlehem.

Zwischen Palästinensern und Israelis scheint eine friedliche Lösung wieder in weite Ferne zu rücken. Meldungen über Gewalttaten reißen nicht ab. Gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Armee sind an der Tagesordnung. Der nach wie vor ungelöste Nahostkonflikt fordert immer neue Opfer.

Von einer neuen „Intifada“ wollen viele noch nicht sprechen, wohl aber von „Habba“, einer kleineren Form des Aufstands. Denn die große Eruption von Gewalt ist bisher ausgeblieben – vielleicht auch deshalb, weil gewaltfreie Formen des Widerstands an Attraktivität gewonnen haben. Aber die Emotionen gehen angesichts der Toten hoch. „Begräbnisse ziehen Begräbnisse nach sich“, sagt ein palästinensischer Politiker. Was in Israel als Kampf gegen den Terrorismus gilt, erscheint in palästinensischen Augen als Willkür der Besatzungsmacht.

In den von Israel besetzten Gebieten haben Frustration und Hoffnungslosigkeit ein dramatisches Ausmaß erreicht. Es ist eine Welt der Mauern und Zäune. Im Westjordanland etwa müssen Palästinenserinnen und Palästinenser hilflos zusehen, wie ihr Land von stetig wachsenden israelischen Siedlungen und nur für Siedler befahrbaren Straßen zerrissen wird. Checkpoints und Straßensperren behindern die Mobilität und lassen die Sehnsucht nach Freiheit und einem Leben in Würde täglich größer werden. Trostlosigkeit und Verlust der Hoffnung kennzeichnen auch die Lage vieler Menschen in Gaza. Das Leben in dem kleinen Küstenstreifen, der massiv unter der Blockadepolitik Israels und Ägyptens zu leiden hat, ist mühsam. Und die Wunden des Krieges vom Sommer 2014 sind noch längst nicht verheilt.

Die palästinensischen Gebiete sind ein Schwerpunkt der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Von ihrem Büro in Ramallah aus engagiert sich die Austrian Development Agency (ADA) in Projekten, die für die Menschen konkrete Hilfe bedeuten. So geht zum Beispiel das Pilotprojekt einer Meerwasser-Entsalzungsanlage im extrem wasserarmen Gaza auf österreichische Initiative zurück. Wasserversorgung und Gesundheit sind auch im Westjordanland zentrale ADA-Themen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

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