Laki fordert für 2016 das „Jahr der Hochtechnologie“ für Niederösterreich

Zukunftsindustrien siedeln sich derzeit rund um Niederösterreich an – Trendwende ist 2016 notwendig!

St. Pölten (OTS) - „Wir haben ein Problem. Der Dienstleistungsbereich, insbesondere Banken und Versicherungen schrumpfen und bauen tausende Beschäftigte ab, parallel dazu „meidet“ die Zukunftsindustrie unser Land, weil wir „zu teuer“ sind, hohe Steuern, hohe Personalkosten. Rund um NÖ wächst massive Konkurrenz zur heimischen Wirtschaft“, mit diesen Worten warnt anläßlich des Jahreswechsels der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki.

Denn, so Laki, weitgehend unbemerkt von Nichtfachleuten, bahnt sich in Tschechien, der Slowakei und, mit Abstand auch Ungarn, ein kleines Wirtschaftswunder an. Die Arbeitslosenraten sinken zum Teil massiv, die Wirtschaftsdaten sind zum Teil schon jetzt ausgezeichnet:
niedrige Defizite und niedrige Schulden. Tschechien hat inzwischen die zweitniedrigste Arbeitslosenrate in der EU, selbst Ungarn hat Österreich diesbezüglich schon überholt. Die Industriequote steigt in diesen Ländern rasant, während sie in Niederösterreich, aber auch in ganz Österreich fällt. Dieser Trend muss gestoppt werden, fordert Laki. Wesentliche Schritte dazu sind, wie Laki betont, massive Investitionen und Anstrengungen im Bereich der Hochtechnologie.

Industrie schafft Wohlstand – aber NÖ geht den falschen Weg

Laki: „Die Industrie hat die höchste Wertschöpfung in einer Volkswirtschaft, zahlt die höchsten Löhne und hat die höchste Vernetzung an Zulieferbetrieben. Österreich hat seinen Wohlstand bis zum Jahr 2.000 vor allem als hochwertiger Zulieferer zur Automobilindustrie begründet. Als Beispiel erwähnt sind hier BMW Steyr und Magna Steyr.“

Allerdings, so der Abgeordnete des Team Stronach für NÖ, haben steigende Steuern die heimische Standortqualität verschlechtert, parallel dazu haben die ehemaligen Ostblockländer durch den EU Beitritt die Rechtssicherheit erhöht. In der Folge wurde Österreich von Investitionen gemieden. Heute steht das größte Motorenwerk der Welt, betrieben von Audi, in Györ. Die Slowakei hat die größte Autoproduktionstiefe pro Kopf der Welt und Tschechien brilliert mit dem Wiedererstarken von Skoda. Bemerkenswert ist, so Laki, dass die österreichische VW Eignerfamilie nahezu ausschließlich Standorte außerhalb Österreichs gewählt hat.

„Österreich hat es in dieser Phase nicht verstanden die Zeichen der Zeit zu erkennen, weil 1. der Sozialstaat bis nahe der Unfinanzierbarkeit ausgebaut, 2. das Schuldenwachstum fortgesetzt, 3. die Steuern erhöht und 4. der „unproduktive“ Dienstleistungsbereich“ forciert wurde. Diese Entwicklung hat Mitterlehner mit den Worten „Österreich sandelt ab“ treffend beschrieben“, sieht sich Laki bestätigt.

(Nieder)Österreichs letzte Chancen auch bei hohen Lohnkosten: Hochtechnologie und Robotik

Nur von Insidern registriert und von der Politik völlig übersehen, siedelt sich nunmehr auch die Hochtechnologie in Tschechien, Slowakei und in Ungarn an. Zwar ist die Industrie seinerzeit aus Europa abgewandert, weil in den Billiglohnländern ein Rationalisierungseffekt von bis zu 60 Prozent zu erzielen war. Aber nunmehr hält die Robotik in die Produktionshallen Europas Einzug und schafft einen Rationalisierungseffekt bis zu 90 Prozent. „Das bedeutet, dass Europa wieder interessant wird - sofern Fachleute zur Verfügung stehen“, erklärt Laki.

Laki stellt die Entwicklung an Hand eines der weltweit größten Produzenten und Zulieferer von Elektronik- und Computerteilen an Apple, Intel, Microsoft, Samsung u.a. dar. Weil die Produktivität indischer Techniker nur die Hälfte der europäischen Techniker beträgt, beginnt das Unternehmen die Roboterfabriken nach Europa zu verlegen. In der Zwischenzeit ist die Firma in Tschechien der zweitgrößte Exporteur des Landes, die i-Phones kommen daher bereits zu einem erheblichen Teil aus Tschechien!

„Wenn sich nunmehr auch die Hochtechnologie außerhalb Österreichs anzusiedeln beginnt, bekommen wir wirklich ein Problem. Zu sagen, wegen der hohen Löhne sind wir nicht wettbewerbsfähig, reicht nämlich nicht. Das erklärt das Problem nur zu einem kleinen Teil, denn Bayern, Baden Württemberg und die Schweiz sind ebenfalls Hochpreisländer – aber mit einer doppelt bis dreifach so hohen Hochtechnologiequote wie Österreich, und mit einer Arbeitslosenquote von nur rund 3 Prozent bei fallender Tendenz. Niederösterreich hat hingegen über 8 Prozent Arbeitslosigkeit, und das seit 50 Monaten steigend“, zeigt Laki die dramatische Entwicklung auf.

„Es führt kein Weg daran vorbei“, so der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki abschließend, „es gilt im kommenden Jahr alle Kräfte zu bündeln und 2016 unter das Motto:
„Hochtechnologie für (Nieder)Österreich“ zu stellen.“

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