ASFINAG: Ablenkung ist neuerlich die Hauptursache für tödliche Unfälle auf Autobahnen

Fast jedes dritte Todesopfer darauf zurückzuführen; ein Viertel der Lenker nicht angegurtet

Wien (OTS) - Die vorläufige Unfallbilanz 2015 der ASFINAG für die österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen weist mit 50 Verkehrstoten leider einen geringfügigen Anstieg im Vergleich zu 2014 aus. Im Vorjahr kamen 48 Menschen auf Autobahnen ums Leben, 2001 wies diese traurige Statistik noch 179 Verkehrstote aus. „Unsere Maßnahmen und unsere Investitionen in mehr Sicherheit zeigen nachhaltig Wirkung“, sagen die ASFINAG-Vorstände Alois Schedl und Klaus Schierhackl. Fast die Hälfte der ASFINAG-Investitionen fließt jedes Jahr in Verkehrssicherheits-Projekte. „Wir werden durch Investitionen weiterhin alles Mögliche tun, um entscheidend dazu beizutragen, dass es weniger Unfälle, weniger Todesopfer und Verletzte und damit weniger menschliches Leid gibt.“

Unachtsam und abgelenkt, zu hohes Tempo und übermüdet

Doch die sicherste Infrastruktur kann ein Menschenleben nicht retten, wenn Fahrfehler zu schweren Unfällen führen. Die meisten tödlichen Unfälle waren auch 2015 wieder auf drei Hauptursachen zurückzuführen:
• Fast ein Drittel der tödlichen Unfälle ist durch Unachtsamkeit oder Ablenkung verursacht. Die ASFINAG versucht durch Kampagnen wie „Handy weg vom Steuer“ oder „Zu wenig Abstand“ die Verkehrsteilnehmer dahingehend zu sensibilisieren.
• Nicht angepasste Geschwindigkeit kostete zwölf Menschen das Leben (also knapp jeder vierte tödliche Unfall),
• und Übermüdung war neuerlich die dritthäufigste Ursache (mit acht Todesopfern).

Auffallend war 2015, dass jeder vierte tödlich verunglückte Lenker nicht angeschnallt war. Ebenfalls bei einem Viertel der tödlichen Unfälle waren Lkw beteiligt.
Die ASFINAG setzt in Sachen Verkehrssicherheit einerseits auf „sichere Infrastruktur“ – dazu gehören der Bau zweiter Tunnelröhren (Bosruck-, Gleinalmtunnel oder Tunnelkette Klaus), die zusätzliche technische Ausrüstung von Tunnelanlagen und Abfahrten sowie die Errichtung von Rastplätzen. Bis 2019 stehen allein für Tunnelsicherheitsmaßnahmen mehr als 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Und andererseits sind bewusstseinsbildende Maßnahmen wesentlicher Bestandteil des Verkehrssicherheitsprogramms. Dazu gehören vor allem die Info-Kampagnen wie zuletzt „Mach mal Pause“.

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