APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Faymann, Mitterlehner und Egger aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 18.12. bis 24.12.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Am vergangenen Donnerstag lud Faymann elf EU-Regierungschefs, den türkischen Premier Ahmet Davutoğlu sowie Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu einem Treffen in die ständige EU-Vertretung Österreichs in Brüssel. Diskutiert wurde eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Türkei, die als Transitland für Europa eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise spielt. Bevor man aber eine Zusage über die Übernahme von Kontingenten syrischer Flüchtlinge treffen könne, müssten erst die Flüchtlingszahlen durch einen verstärkten türkischen Grenzschutz deutlich reduziert werden, so Faymann.

Ein weiteres Thema des Treffens war eine gerechtere Verteilung von Flüchtlingen auf die EU-Staaten, wobei Faymann den Druck auf säumige Länder erhöhen will: Für jene Staaten, die zwar Netto-Empfänger seien, sich aber nicht an der fairen Verteilung von Flüchtlingen auf den EU-Raum beteiligen, kann sich Faymann schon im kommenden Jahr Einbußen bei EU-Förderungen vorstellen. „Solidarität ist keine Einbahnstraße“, so Faymann in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung „Die Welt“. Der Vorschlag Faymanns wurde in Osteuropa mit Empörung zur Kenntnis genommen. Für den tschechischen Europa-Staatssekretär Tomas Prouza etwa seien solche Vorschläge „keine Art, mit Nachbarn umzugehen“. Der ungarische Außenminister Peter Szijjártó kritisierte Faymann scharf: Der Bundeskanzler würde eine „prinzipienlose Erpressung von EU-Staaten“ versuchen und würde damit eine „Dummheit“ begehen. In der EU-Spitze traf Faymanns Vorstoß auf geteilte Meinungen: Während EU-Parlamentspräsident Martin Schulz den Vorschlag demnächst weiter diskutieren will, distanzierte sich EU-Kommissionspräsident Juncker von „Drohgebärden“.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich Dieter Egger (FPÖ). Der Vorarlberger Landesparteiobmann der Freiheitlichen entschied die Bürgermeisterwahl in Hohenems für sich und gewann mit 55,75 Prozent der Stimmen gegen den Amtsinhaber Richard Amann (ÖVP). Die Neuaustragung der Stichwahl wurde vom Verfassungsgericht angeordnet, da bei der ersten Wahl im März Unregelmäßigkeiten bei den Wahlkarten festgestellt wurden. Egger will sein Amt des Landesparteiobmanns zurücklegen und sich auf seine neue Arbeit als Bürgermeister der 15.000-Einwohner-Stadt konzentrieren. Als Klubobmann im Landtag soll ihm vorerst Daniel Allgäuer nachfolgen.

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