Erwin Pröll im Bezirksblätter-Interview zur Hofburg-Kandidatur: „Psychostruktur passt zu 100 Prozent zum Amt des Landeshauptmannes“

St. Pölten (OTS) - Rund drei Monate vor dem voraussichtlichen Wahltermin kommt das Amt des Bundespräsidenten in der Lebensplanung von Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll immer noch nicht vor. Im Gespräch mit Bezirksblätter-NÖ-Chefredakteur Oswald Hicker lässt Pröll Zweifel aufkommen, ob das Amt des Bundespräsidenten überhaupt zu seiner Psychostruktur als Machtpolitiker passt. 2013 habe er angekündigt eine volle Legislaturperiode als Landeshauptmann zu bleiben, bislang gäbe es nichts, was diese Lebensplanung verändert hätte.

Die Aussagen Prölls dazu im O-Ton:

Oswald Hicker: Wenn stimmt was wir 2013 besprochen haben, dann hat Erwin Pröll vor, eine ganze Legislaturperiode als Landeshauptmann zu bleiben. Werden wir in einem Jahr wieder hier im Büro des Landeshauptmannes sitzen und dieses Interview führen?
Erwin Pröll: Es würde mich freuen, wenn uns der Liebe Gott die Gnade schenkt, dass wir in einem Jahr dieses Gespräch wieder führen.

Wann wird es eine Entscheidung geben, ob Erwin Pröll für die Hofburg kandidiert?

Sie kennen meine Lebensplanung, und die hat sich nicht verändert. Und die Entscheidung, wer für die Hofburg kandidiert, wird irgendwann im Jänner von der Bundespartei gefällt werden. Derzeit gibt es von meiner Warte nichts anderes dazu zu sagen.

Das heißt, das Amt des Bundespräsidenten kommt in der Lebensplanung nicht vor, wie bereits mehrmals betont wurde?

Ich wüsste nichts, was diese Lebensplanung zum derzeitigen Zeitpunkt verändert hätte.

Ist das Amt des Bundespräsidenten für einen Macher wie Erwin Pröll ein erstrebenswertes?

Das ist eine interessante Frage. An und für sich sollte eigentlich jedes politische Amt, besonders das höchste politische Amt im Staat, für jeden interessant sein. Aber jedes Amt hat natürlich auch eigene Gesetzmäßigkeiten und es war für mich immer klar - es muss jeder der ein bestimmtes Amt antritt, sich schon vorher die Frage stellen:
Passt das zu seiner Persönlichkeitsstruktur, ja oder nein?

Und zu wie viel Prozent passt die Persönlichkeitsstruktur des Erwin Pröll zum Amt des Bundespräsidenten?

Das in Prozenten zu bemessen halte ich für gewagt. Aber eines weiß ich: Die Persönlichkeitsstruktur des Erwin Pröll passt zu hundert Prozent zum Amtsverständnis eines Landeshauptmannes, der in seinem Bundesland weiterhin sehr viel voranbringen will.

Seine Pläne als Niederösterreichischer Landeshauptmann konnte Pröll im Bezirksblätter Interview auch gleich konkretisieren. Infrastrukturprojekte, Med-Austron oder die private Medizin-Uni stünden am Arbeitsprogramms Prölls 2016 ganz oben.

Weitere O-Töne Prölls:

In der Flüchtlingspolitik ist Pröll für eine härtere Gangart: „Immer mehr Leute sehen, dass eine Politik die auf Sicherheit und Kontrolle setzt zusehends notwendig wird.“

Die hohen Kulturausgaben Niederösterreichs verteidigt Pröll mit Verweis auf den Flüchtlingsstrom: „Gerade in Zeiten wie diesen, wo durch die Migration andere Kulturen auf uns hereinkommen, ist es wichtig unsere Kultur und unsere Werte intensiv zu pflegen und sie bewusst zu machen. Denn nur jemand der seine eigene Kultur spüren kann und die eigenen Werte erkennen kann, ist tief verwurzelt und bekommt auch selbstbewusstsein. In Zeiten wie diesen ist es unglaublich wichtig mit Selbstbewusstsein anderen Kulturen entgegenzutreten."

Das gesamte Interview mit weiteren Aussagen zum Krisenmanagement der Innenministerin und der Krise mit dem Koalitionspartner auf Bundesebene finden Sie hier: www.meinbezirk.at/proell2016

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