ÖSTERREICH: Mikl-Leitner rechnet für 2016 mit "bis zu 120.000" Asylwerbern.

Mikl: Kosten für Flüchtlinge könnten eine Milliarde Euro betragen

Wien (OTS) - 86.500 Menschen suchten heuer in Österreich um Asyl an, wie Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) im Interview mit ÖSTERREICH (Montags-Ausgabe) erklärt. Für nächstes Jahr erwartet sie einen noch weit größeren Ansturm: „Wenn wir nichts tun, müssen wir 2016 mit bis zu 120.000 Asylanträgen rechnen“, prognostiziert Mikl-Leitner.
Das könne im kommenden Jahr bis zu einer Milliarde Euro kosten, bestätigt sie eine Schätzung des Finanzministeriums. Mikl drängt deshalb erneut auf „rasche Verschärfungen bei Familiennachzug, Asyl auf Zeit und eine effektive Sicherung der EU-Außengrenze“.

Der eingeschlafenen Diskussion um „Asyl auf Zeit“ will die Innenministerin im nächsten Jahr neuen Schwung verleihen. Sie stünde „in Verhandlung mit dem Koalitionspartner“. Einen entsprechenden Ministerratsbeschluss will sie spätestens Ende Jänner vorlegen.

In Bezug auf die „baulichen Maßnahmen“ in Spielfeld, verteidigt sich Mikl: Der in der Vergangenheit oft mit Spott bedachte Grenzzaun mit dem acht Meter großen Loch sei mit Sicherheit keine Lachnummer. „Wer ein Kontrollsystem ins Lächerliche zieht, weiß nicht, wovon er spricht“, so Mikl. Dadurch könne eine kontrollierte Einreise mit Gepäckkontrollen sichergestellt werden.

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
(01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0002