Überwachung der Arbeitsbelastung im Nachtdienst: Ärztekammer korrigiert KAV

Weder Personalvertretung noch Ärztekammer waren eingebunden

Wien (OTS) - Zu den heute vom Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbunds, Udo Janßen, getätigten Aussagen, wonach die Überprüfung der Arbeitsbelastung von Spitalsärzten im Nachtdienst via Smartphones in Abstimmung mit der Personalvertretung und „auf Wunsch der Ärzteschaft und der Interessenvertretung“ geplant wurde, stellt die Ärztekammer für Wien fest:

- Es gab keine wie auch immer geartete Vereinbarung beziehungsweise Vorinformation mit der Ärztekammer oder der Personalvertretung.

- Die Einführung einer Arbeitsbelastungsüberprüfung bedarf der vorhergehenden schriftlichen Zustimmung der Personalvertretung. Diese liegt nicht vor, womit das Vorgehen des Krankenanstaltenverbunds gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstößt.

- Die Ärztekammer ist sehr an Studien interessiert, die die Arbeitsbelastungen der Spitalsärzte in den Nachtstunden dokumentieren. Sowohl Personalvertretung als auch Ärztekammer sind auch gerne bereit, in Gespräche hinsichtlich der diesbezüglichen Methodik mit dem Spitalsbetreiber einzutreten. Lediglich der Mitarbeiterüberwachung dienende elektronische Systeme werden aber nie die Zustimmung der Ärztekammer finden.

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