FP-Koderhold: Überwachung der Ärzte in den Spitälern ist ein Skandal sondergleichen!

Diktatorische Vorgehensweise des KAV-Managements erschüttert die gesamte Ärzteschaft

Wien (OTS) - Ab 1. Jänner 2016 müssen Ärztinnen und Ärzte in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) per „Smartphone“ alle 15-30 Minuten genauestens die Tätigkeiten in ihrem Dienst dokumentieren. „Bei Antritt des Dienstes muss das Gerät eingeschaltet und in weiterer Folge penibelste Dokumentation geführt werden“, ärgert sich Wiens FPÖ-Gemeinderat und Mitglied im Gesundheitsausschuss, Dr. med. Günter Koderhold. Für ihn steht fest: „Derartige Methoden werden als Belastungsdokumentationen getarnt, zeigen aber klar den Willen zur Nachtdienstreduktion.“

In 15 bis 30 Minuten-Intervallen müssen Mediziner einen Tätigkeitsnachweis abliefern, der den gegebenen Arbeitszeitablauf massiv behindert. „Statt im Vorfeld wenigstens Kontakt mit der Personalvertretung aufzunehmen und diese über die Hintergründe zu informieren, wurde einfach drübergefahren. In keiner Berufsgruppe hat es je eine derartige Überwachung gegeben. Dass die Gewerkschaft hierzu einfach schweigt, ist eine Peinlichkeit sondergleichen!“, so Koderhold. Zu hinterfragen wären auch die enorm Kosten dieses von einer KAV-nahen Beratungsfirma angebotenen „Belastungsmesssystems“, wobei pro Abteilung bis zu 30.000.- Euro zu veranschlagen wären. (Schluss)

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