Grüne für Pflicht zum Einbau von erneuerbaren Heizsystemen im Neubau und nach Sanierungen

Brunner: Um Ölheizungen abzustellen, muss Energieeffizienzgesetz neu verhandelt werden

Wien (OTS) - „Das vom Umweltminister Rupprechter geforderte Förderverbot von Ölheizungen ist nicht mehr als ein Ablenkungsmanöver. Ölheizungen werden ohnehin nicht mehr staatlich gefördert“, erinnert die Grüne Umweltsprecherin Christiane Brunner. Und privaten Förderinitiativen sei mit einem Verbot nicht beizukommen.

Aus Sicht Brunners gäbe es doch einiges anderes zu tun: „Ich freue mich, dass Rupprechter das Thema Ölheizungen aufs Tapet bringt. Er scheint sich an die Materie aber nicht recht heranzutrauen. – Denn er könnte als Minister die Pflicht zum Einbau von erneuerbaren Heizsystemen im Neubau und nach Sanierungen einführen. Ich fordere Rupprechter auf, echte Schritte gegen den Klimakiller Ölheizung zu setzen, anstatt Scheinlösungen zu lancieren“, stellt Brunner klar. Zum Vergleich: In Dänemark sind neue Ölheizungen seit Jahr und Tag verboten.

Doch Brunner hat ihre Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Umweltministers. „Rupprechter hat vor nur drei Wochen mit seiner Zustimmung zur Verordnung für das Energieeffizienzgesetz ermöglicht, dass der Wechsel auf eine neue Ölheizung als Energiesparmaßnahme anerkannt wird. Er hat damit aktiv einen Anreiz zum Einbau von neuen Ölheizungen gesetzt - im Jahr 2015 eine völlig absurde und kontraproduktive Maßnahme. Dieser Anreiz ist nach den Beschlüssen von Paris zu korrigieren und die Verordnung zum Energieeffizienzgesetz neu zu verhandeln“, fordert die Grüne.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6735
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003