ÖAMTC: Tanken war 2015 günstiger als im Vorjahr

Trotz niedriger Spritpreise ist die Freude keinesfalls ungetrübt

Wien (OTS) - "Jetzt haben wir es schwarz auf weiß – so günstig wie 2015 konnten Österreichs Autofahrer seit 2009 nicht mehr tanken", fasst ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober das zu Ende gehende Tankjahr zusammen. Im Vergleich zu 2014 war ein Liter Diesel heuer im Jahresschnitt um rund 18 Cent (2014: 1,296 Euro/2015: 1,113 Euro) und Super um rund 15 Cent (2014: 1,345 Euro/2015: 1,197 Euro) pro Liter günstiger. "Anders gesagt, bedeutet dieser Preisrückgang im Mittel eine jährliche Ersparnis von etwa 100 bis 170 Euro für einen privaten Pkw", hält Grasslober fest.

Auslöser der aus Autofahrersicht erfreulichen Entwicklung der Kraftstoffpreise war der starke Rückgang der Rohölpreise an den internationalen Märkten. "Auch wenn die Weitergabe der Verbilligungen an die Konsumenten – wie schon so oft – eher zögerlich erfolgte, so war sie letztendlich doch unumgänglich", zeigt der ÖAMTC-Experte einen Wermutstropfen auf. Wie sich die Preise in den kommenden Wochen weiter entwickeln werden, ist jedoch kaum vorhersehbar. Sollte der aktuelle Preisverfall jedoch anhalten, sind selbst für Super Preise unter einem Euro je Liter nicht nur vereinzelt denkbar. "Bei Diesel ist das derzeit schon bei vielen Anbietern der Fall", zeigt Grasslober auf. "In den vergangenen Tagen lag sogar der österreichweite Durchschnittspreis für Diesel unter einem Euro pro Liter."

Ein detaillierter Blick auf die beiden Kraftstoffarten zeigt, dass die Preisentwicklung keinesfalls parallel verlaufen ist. "War bei Diesel bereits der Mai mit einem durchschnittlichen Literpreis von 1,185 Euro der teuerste Tankmonat, so war es bei Benzin erst der Juli mit 1,284 Euro", analysiert Grasslober. Die unterschiedliche Entwicklung spiegelt auch die Preisdifferenz wider. Zu Jahresbeginn 2015 lag der Preisunterschied zwischen Benzin und Diesel bei nur drei Cent pro Liter, um sich im laufenden Dezember bei annähernd neun Cent einzupendeln. "Dazwischen haben sich die Preise aber extrem auseinander entwickelt", weiß der ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte. "Im Sommer 2015 (Juli, August) betrug die Differenz pro Liter knapp 15 Cent." Teuerster Tanktag des Jahres war bei Benzin übrigens der 14. Juli mit 1,297 Euro je Liter, bei Diesel der 8. Mai mit 1,197 Euro.

Sprit billiger, Instandhaltung, Maut und Co. aber teurer

"Zwar bedeuten niedrigere Spritpreise eine Entlastung für die Autofahrer, dennoch kam es auch zu Verteuerungen rund ums Auto", gibt der ÖAMTC-Experte zu bedenken. Beispielsweise stiegen die Preise für Reparaturen, Service, Versicherungen, Mauten oder Parken im 12-Monats-Vergleich deutlich über der allgemeinen Inflation. "Auch für 2016 stehen den heimischen Autofahrern wieder einige Verteuerungen ins Haus", erinnert Grasslober unter anderem an die Änderungen bei der NoVA und dem Sachbezug.

Aufgrund der sich ständig ändernden Preise für Super und Diesel wird es auch im neuen Jahr für die Konsumenten nicht einfach sein, den Überblick zu behalten. Topaktuelle Preise findet man immer auf www.oeamtc.at/sprit. Auch Besitzer von iPhones und Android-Smartphones können sich die günstigsten Spritpreise mit der ÖAMTC-App jederzeit direkt auf das Handy holen.

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