• 20.12.2015, 09:05:01
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StR Ludwig: „Smarter Together“ in Simmering – der Zukunft einen Schritt voraus

EU-Kommission hat Fördervertrag unterzeichnet. Die Stadt Wien lukriert mehr als 7 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln.

Utl.: EU-Kommission hat Fördervertrag unterzeichnet. Die Stadt Wien
lukriert mehr als 7 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln. =

Wien (OTS) - Wien erhielt in Kooperation mit den Städten München
und Lyon den Zuschlag für das Projekt „Smarter Together – gemeinsam
gscheiter“ – dem modernen, smarten Stadterneuerungsprojekt für
Simmering Geiselberg – Enkplatz. Diese Woche hat die EU-Kommission
die Förderverträge unterzeichnet. Wien erhält damit über sieben
Millionen Euro an Förderungen für dieses smarte Konzept.
„Wien hat sich mit der ,Smart City Rahmenstrategie‘ ambitionierte
Ziele gesetzt. Das betrifft sämtliche Lebensbereiche, beim Wohnen
nicht nur den Neubau wie etwa in aspern Seestadt sondern vor allem
den Bestand. Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, wie mit
thermisch-energetischen Sanierungen von Wohnhausanlagen, aber auch
durch nachhaltige Mobilität und dem Ausbau umweltfreundlicher und
erneuerbarer Energie die Lebensqualität deutlich gesteigert werden
soll“, hält Wohnbaustadtrat Michael Ludwig fest. ****

Die Stadt entwickelte gemeinsam mit den Partnerstädten München und
Lyon zukunftsfähige Lösungen für den urbanen Raum. Hinter „Smarter
Together“ stehen Leuchtturmprojekte, durch die Stadterneuerung
innovativ und grätzelumfassend weiterentwickelt wird. ,Smarter
Together‘ zählt damit mit zu den spannendsten Vorhaben in unserer
Stadt. Durch die Projekte, die in Simmering Nordwest durchgeführt
werden, können insgesamt 6 Mio. kWh jährlich an Energie und 550
Tonnen CO2 eingespart werden. 900 Arbeitsplätze können dadurch
gesichert und zum Teil neu geschaffen werden. Die Heizkostenersparnis
für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohnhausanlagen, die
saniert werden, wird jährlich bis zu 400 Euro ausmachen. Für ein
smartes, außerordentlich lebenswertes und umweltfreundliches
Simmering und Wien der Zukunft.

Die Stadt Wien hat für dieses ambitionierte und zukunftsweisende
EU-Projekt das Gebiet Simmering Nordwest, das zwischen zwei
Stadtentwicklungsgebieten – dem Sonnwendviertel im Nordwesten und dem
Gasometer-Vorfeld im Nordosten – liegt, ausgewählt. Um dieses Ziel
zu erreichen, wird das Leuchtturmprojekt in Wien unter der
Federführung des Wohnbauressorts in Zusammenarbeit mit mehreren
Magistratsabteilungen der Stadt, TINA Vienna, Wiener Stadtwerke, Wien
Energie, Siemens, Kelag, Wiener Linien, Österreichische Post AG,
Austrian Institute of Technology, Neue Urbane Mobilität Wien sowie
Sycube umgesetzt.

Investition in die Zukunft

Insgesamt werden mehr als 46 Mio. Euro in die smarte Aufwertung
des Gebiets Simmering Nordwest, in dem rund 21.000 Wienerinnen und
Wiener leben, investiert. Mehr als 7 Mio. Euro kommen von der EU.
Rund 1.300 Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohnhausanlagen, die
nach modernstem Standard saniert werden, profitieren durch eine
verbesserte Wohnqualität und eine jährliche Heizkostenersparnis.
Auch für die Wiener Wirtschaft bedeutet das smarte Wiener
Leuchtturmprojekt einen wichtigen Impuls: 900 Arbeitsplätze können
dadurch gesichert und zum Teil neu geschaffen werden. Last but not
least wird das Projekt unter enger Miteinbeziehung und Mitbestimmung
der GrätzelbewohnerInnen realisiert werden.

„Smarte“ Sanierungen: bis zu 400 Euro Ersparnis jährlich pro
Haushalt

Im Zuge der Erarbeitung der Projekteinreichung bei der EU wurden
vom Projektteam rund um Projektkoordinator Bojan Schnabl – gemeinsam
mit den vielen engagierten Partnern – Lösungen erarbeitet, die von
der EU als förderungswürdig und top eingestuft wurden.

Im Zentrum stehen die „smarten“ Sanierungen von drei
Wohnhausanlagen – jene des gemeinnützigen Bauträgers BWSG in der
Hauffgasse 37-47 (485 Wohnungen) sowie von zwei Gemeindebauten – in
der Lorystraße 54-60 (95 Wohnungen) und der Herbortgasse 43 (52
Wohnungen), die u.a. thermisch-energetische Maßnahmen, den Einsatz
von Photovoltaik, Solarthermie, besonders energiesparender
Beleuchtungssysteme sowie eBikes samt Ladestationen umfassen.
Insgesamt wird damit eine Fläche in der Größe von 75.000
Quadratmetern saniert. Jährlich können damit 6 Mio. kWh Energie
eingespart werden. Das entspricht dem Energieverbrauch von rund 700
Haushalten. 6 Mio. kWh würden auch ausreichen, um mit einem Auto
1.500 Reisen um die Erde zu machen.

Vorzeige-Null-Energie-Turnsaal

Darüber hinaus wird die NMS Enkplatz modernst saniert und mit
einem Null-Energie-Vorzeige-Turnsaal – dieser wird auch für
Schulworkshops und von Vereinen genützt – ausgestattet.

Weitere „Smart City“-Maßnahmen

Neben der Sanierung gibt es noch viele weitere „Smart City“
Maßnahmen, die umgesetzt werden:

o Verdichtung der Fernwärme – Steigerung der Anschlusswohnungen
o Fernwärme – Integration von Solarthermie und Abwärme
o Nahwärme - Integration von Solarthermie und lokale Speicher
o eMobility im Werksverkehr der Siemens-Anlage im Gebiet und im
Lieferverkehr der Post
o Nachbarschafts-eCar-Sharing
o „Urban Living Lab“ – Information und Beteiligung der BewohnerInnen
(Info-Point am Simmeringer Markt; BewohnerInnen-Workshops in
Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wie VHS und GB*,
Mobility-Points)*

Zahlen, Daten und Fakten

• 75.000 m² BGF Sanierungsfläche
• 6.Mio. kWh/Jahr an Energieeinsparungen (in allen sanierten
Gebäuden)
• Jährliche Ersparnis für die BewohnerInnen: bis zu 400 € pro
Haushalt
• Integration von rund 9 Mio. kWh erneuerbarer Energie pro Jahr
(thermische und elektrische Energie)
• Gesamteinsparung von rund 550 t CO2

So geht es weiter

Der Start von „Smarter Together – gemeinsam g‘scheiter“ erfolgt im
Februar 2016 – mit einer Projektdauer von drei Jahren, der eine
zweijährige Evaluierungsphase folgen soll. (Schluss) da/kau

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