Die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2016 stehen fest

Wien (OTS) - www.oesterreichische-filmakademie.at/2016/nominierungen2016.html

Im Rahmen eines prominent besetzten Pressegesprächs im Wiener Ringturm wurden die Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2016 bekanntgegeben.Aus zwei Kategorien für darstellerische Leistungen wurden neu vier: Beste weibliche Hauptrolle, Beste männliche Hauptrolle, Beste weibliche Nebenrolle und Beste männliche Nebenrolle. Somit wird der 6. Österreichische Filmpreis am 20. Jänner 2016 in Grafenegg erstmals in 16 Kategorien vergeben. Moderieren werden u.a. Hilde Dalik, Jessica Hausner, Josef Hader, Philipp Hochmair, Christiane Hörbiger, Catalina Molina, David Schalko ua.

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner, Bundesminister Josef Ostermayer, der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll, ORF Fernsehdirektorin Kathrin Zechner, die designierte Leiterin der Kunstsektion im BMEIA Teresa Indjein, der Vizepräsident der WKO Jürgen Roth sowie Maria Smodics-Neumann von der WKW waren neben der Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films Ursula Strauss und Stefan Ruzowitzky und zahlreichen Vertretern/innen der Akademie dabei, als die Nominierungen für den 6. Österreichischen Filmpreis verkündet wurden. Die Mitglieder der Akademie haben aus 17 Spielfilmen, 16 Dokumentarfilmen und 21 Kurzfilmen ihre Favoriten gewählt.

Der Österreichische Filmpreis stellt den österreichischen Film und die heimischen Filmschaffenden einmal im Jahr in den Mittelpunkt, zollt ihnen Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Allen Filmschaffenden, nicht nur den Preisträger/innen.

Der Obmann der Akademie Josef Aichholzer überreichte Vizekanzler Mitterlehner gleich zu Beginn des Gesprächs als Geburtstagsgeschenk zum 60er die Gesamtausgabe „Der Österreichische Film“ (Edition Hoanzl / Der Standard / filmarchiv austria ): 265 DVDs, 4 Meter im Regal.

Aichholzer und auch der Präsident der Akademie des Österreichischen Films Stefan Ruzowitzky betonten einmal mehr die Wichtigkeit einer klugen mehrgliedrigen Förderstruktur aus ORF, FISA, ÖFI, FFW, BKA, Länderförderungen und Fernsehfonds RTR. „Die FISA ist ein wichtiges Standbein geworden. Wenn man mehr sät, kann man mehr ernten“ so Ruzowitzky. Vizekanzler Mitterlehner verspricht „die Kontinuität in der Förderung zu halten und fortzuführen“. Landeshauptmann Erwin Pröll will in Niederösterreich sogar fördertechnisch „noch eine Kleinigkeit zulegen“.

Ursula Strauss, die Präsidentin der Akademie des Österreichischen Films freut sich darüber, dass mit den neuen Kategorien „Beste weibliche Nebenrolle“ und „Beste männliche Nebenrolle“ nun auch jene Darsteller/innen ausgezeichnet werden, die nicht mit Hauptrollen im Rampenlicht stehen, für einen Film aber maßgeblich wichtig sind. „Die Akademie macht alles richtig, wenn sie diese besonderen Leistungen heuer zum ersten Mal würdigt.“

„Wenn wir in unseren Filmen von den Sehnsüchten und Wünschen, den Sorgen und Freuden der Protagonisten erzählen, also vom Alltag, vom Normalsten des Normalen, schaffen wir Kultur. Filme sind unsere Form, ein wenig zu gesellschaftlicher Vernunft beizutragen“ sagt Josef Aichholzer, der wie die meisten der Podiumsteilnehmer/innen auf die Flüchtlingsthematik Bezug nimmt. Stolz ist der Präsident der Akademie, Stefan Ruzowitzky auf die Petition „For a Thousand Lives:
Be Human“, einer Initiative von Ursula Wolschlager und Nathalie Borgers, die in Österreich ihren Ausgang nahm und zahlreiche namhafte europäische Unterstützer/innen hat, wie Daniel Craig, um nur einen hervorzuheben.

Vorgestellt wurde auch das Produzentinnen-Programm ProPro, das in Kooperation von ÖFI, FC-Gloria und mit Unterstützung der Fachvertretung der Film- und Musikwirtschaft der WKW dazu beitragen soll, die Präsenz von Frauen in der Filmbranche zu erhöhen. Frauen sind in der österreichischen Filmlandschaft generell unterrepräsentiert. In den Bereichen Drehbuch und Regie sind nur rund ein Viertel an Frauen zu finden, Produzentinnen gibt es noch viel weniger.

Der 6. Österreichische Filmpreis in Grafenegg

Die Regie des Galaabends am 20. Jänner liegt wieder in den bewährten Händen von Markus Schleinzer. Diesmal gibt es gleich mehrere Moderatoren/innen, die durch den Abend führen werden. Eingekleidet werden sie von Peter Holzinger/SAMSTAG. Kulinarisch verwöhnen werden die syrische Künstlerin und Köchin Maha Abdalla mit Toni Mörwald.

Fixpunkt am Vorabend der Verleihung ist der Abend der Nominierten, der wieder im Wiener Rathaus stattfinden wird.

Tradition hat mittlerweile auch die Kooperation mit dem ORF rund um den Österreichischen Filmpreis, der mit der Berichterstattung und den Sondersendungen zum Österreichischen Film ein klares Bekenntnis abgibt und ein Präsentationsforum für eine breite Öffentlichkeit bietet. Gemeinsam wird an diversen Formaten gearbeitet, um die Vielfalt und Stärke des österreichischen Films zu zeigen. „Die Kraft des österreichischen Films imponiert mir.“ so Zechner.

Österreichische Kurzfilmschau

Die Geschichte des österreichischen Kurzfilms und ihre Präsentation im Ausland ist seit 2013 ein Erfolgsprojekt, das auch 2016 prolongiert wird. Bisher fanden mehr als 100 Vorführungen in 20 Ländern statt. Teresa Indjein: „Insgesamt hat der Film die Musik überholt. Waren es bisher die Musikveranstaltungen, die Österreich vor allem im Ausland repräsentierten, so ist es nun der Film. Das ist mit ein Verdienst der Akademie des Österreichischen Films.“

Netzwerk europäischer Filmakademien

Die Akademie des Österreichischen Films ist seit Beginn Teil von Fan of Europe, dem Zusammenschluss der Europäischen Filmakademien. Am 8. Mai wird die Akademie zum ersten Mal am EFA (European Film Academy) Young Audience Award teilnehmen. Einem jungen Publikum aus 12 bis 14-jährigen werden in mehreren Städten drei europäische Filme gezeigt. Zeitgleich wird danach in allen teilnehmenden Städten der/die Gewinner/in gewählt. Weiters plant die Akademie die Teilnahme am Kurzfilmprojekt der Französischen Filmakademie „Les Nuits en Or Panorama“. Im Rahmen der Ausstellung „Throphies from the Acadamies of the World“ wird auch die österreichische Preisskulptur der hochdekorierten österreichischen Künstlerin VALIE EXPORT in Lissabon präsentiert.

Das Wahlverfahren

17 Spiel- und 16 Dokumentarfilme wurden für den Österreichischen Filmpreis 2016 eingereicht, die ihren Kinostart im Zeitraum zwischen Oktober 2014 bis November 2015 hatten. Weitere Kriterien sind ein österreichisches Ursprungszeugnis sowie der Nachweis einer erheblichen österreichischen kulturellen Prägung. Die derzeit 336 wahlberechtigten Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films haben in einem geheimen, notariell überwachten Wahlverfahren die Nominierungen bestimmt. Die endgültigen Preisträger/innen werden in den kommenden Wochen in einem weiteren notariell überwachten Wahlgang der Akademiemitglieder ermittelt.

Die 21 Kurzfilme qualifizieren sich durch internationale Auszeichnungen und Festivalerfolge im vergangenen Jahr. Die Nominierungen für Bester Kurzfilm wurden von der Wahlgruppe Kurzfilm, bestehend aus 26 Akademie-Mitgliedern und je einem/er Vertreter/in der Kooperationspartner VIS Vienna Independent Shorts und Shortynale Kurzfilmfestival Klosterneuburg, gewählt.

Die Akademie des Österreichischen Films

Die im Jahr 2009 gegründete Akademie des Österreichischen Films hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Leistungen der heimischen Filmbranche zu fördern und entsprechend zu würdigen, sowie deren Anliegen zu kommunizieren und mitzutragen. Sie stand ab 2010 unter der Präsidentschaft von Barbara Albert und Karl Markovics. Seit Oktober 2013 haben Ursula Strauss und Stefan Ruzowitzky diese Aufgaben übernommen.

Die Akademie hat aktuell 413 Mitglieder (inkl. Außerordentliche Mitglieder). Der von der Akademie ins Leben gerufene und im Jänner 2011 erstmals im Odeon verliehene Österreichische Filmpreis präsentiert und prämiert die Leistungen der heimischen Filmbranche. Die 2. Verleihung fand 2012 in den Rosenhügelstudios statt. Die 3. und die 5. Verleihung wurden 2013 bzw. 2015 im Wiener Rathaus und die 4. Gala 2014 in Grafenegg/Niederösterreich gefeiert. Am 20. Jänner 2016 findet die 6. Gala wieder in Grafenegg statt.
Unterstützt wird die Akademie des Österreichischen Films von BKA / ÖFI, BMWFW / FISA, Land Niederösterreich, FFW Filmfonds Wien, BMEIA, WKO / F&MA, WK Wien, VDFS, VAM, AKM, Erste Bank, Wiener Städtische Versicherungsverein, Vienna Film Commission, Hypo NÖ, Satel Film, Listo Videofilm, Aichholzer Filmproduktion, epo-film, Synchro Film, Novotny & Novotny Filmproduktion, Superfilm, Gebhardt Productions, Kooperationspartner/innen und Mitglieder.

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