• 14.12.2015, 11:43:45
  • /
  • OTS0084 OTW0084

AUVA-Pflegepreis NÖ 2015 geht an die 67-jährige Niederösterreicherin Margit Nowak

Wien/St.Pölten (OTS) - Seit zehn Jahren pflegt Margit Nowak ihren
Ehemann Otto, der nach einem schweren Arbeitsunfall im Rahmen einer
Übung der Freiwilligen Feuerwehr dauerhaft auf intensive Betreuung
angewiesen ist. Für die Leistung, die Frau Nowak rund um die Uhr und
365 Tage im Jahr vollbringt, wurde sie am Montag, dem 14. Dezember
2015, mit dem AUVA-Pflegepreis für Niederösterreich ausgezeichnet. An
der feierlichen Preisverleihung im Landhaus in St. Pölten nahmen
teil: Stellvertretend für Landeshauptmann Erwin Pröll, Barbara
Schwarz, Landesrätin für Soziales, Bildung und Familie in der NÖ
Landesregierung, Werner Gohm, Obmann-Stellvertreter der AUVA, Rudolf
Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien, Alexander Bernart,
Direktor der AUVA-Landesstelle Wien sowie Brigitte Adler,
Vizepräsidentin der Arbeiterkammer Niederösterreich und Franz
Wiedersich, Direktor der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Am 2. Dezember 2005 wurde Otto Nowak beim Vorbereiten einer
technischen Übung bei der Freiwilligen Feuerwehr von einem
umgekippten Hubwagen zu Boden gerissen und erlitt dabei schwere
Kopfverletzungen. Seitdem ist er an Beinen und Armen gelähmt und wird
von seiner Gattin rund um die Uhr betreut. Für ihre Leistungen wurde
Margit Nowak mit dem Pflegepreis der AUVA-Landesstelle Wien,
Niederösterreich und Burgenland ausgezeichnet. Mit dem Preis holt die
AUVA einmal im Jahr jene Heldinnen und Helden des Alltags vor den
Vorhang, die ihre Angehörigen nach schweren Arbeitsunfällen zu Hause
pflegen und jeden Tag, ganz im Stillen, große Leistungen vollbringen.

Auch an pflegende Angehörige denken

In Niederösterreich sind fast 100.000 Menschen pflegebedürftig, sehr
viele werden von ihren Angehörigen betreut. „Menschen wie Frau Margit
Nowak, die sich unermüdlich und bedingungslos um kranke
Familienmitglieder kümmern, gebührt unsere besondere Hochachtung. Ich
freue mich, dass mit dem AUVA-Pflegepreis jene Menschen, die ihre
Bedürfnisse oftmals hintanstellen, vor den Vorhang geholt werden. Um
pflegende Angehörige bestmöglich zu unterstützen und zu entlasten,
arbeiten wir vom Land Niederösterreich kontinuierlich daran, das
Angebot in den Pflegeheimen zu verbessern“, erklärt
Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz und verweist auf die geförderte
Tages- und Kurzzeitpflege. Das Angebot steht jedem pflegenden
Angehörigen zur Verfügung, um eine kurze Auszeit vom Alltag zu nehmen
und Kraft zu tanken.

„Als Sozialversicherung bietet die AUVA jedem Versicherten im
Unglücksfall ein ganzheitliches Leistungsangebot. Dazu gehört zum
einen die Versorgung der Unfallopfer nach modernsten Standards der
Unfallmedizin und Rehabilitation, zum anderen die Unterstützung der
pflegenden Angehörigen. Ihr Engagement ist ein wesentlicher Faktor
für die Lebensqualität der Betroffenen“, unterstreicht auch Werner
Gohm, Obmann-Stellvertreter der AUVA, die Bedeutung der Pflege durch
Familienmitglieder.

Gemeinsam mit Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien
überreichten Landesrätin Barbara Schwarz und
AUVA-Obmann-Stellvertreter Werner Gohm der strahlenden Preisträgerin
die Ehrenstatue und Pflegepreis-Urkunde. Brigitte Adler,
Vizepräsidentin der Arbeiterkammer Niederösterreich und Franz
Wiedersich, Direktor der Wirtschaftskammer Niederösterreich,
übergaben anschließend die Sachpreise: ein Erholungsurlaub in einem
barrierefreien Hotel und ein Gutschein im Wert von 1.000 Euro.

AUVA: Ein starker Partner VOR und NACH einem Unfall

„Wenn wir die AUVA nicht hätten, ich glaub‘, ich wär nimmer. Ich
hätte das nicht gepackt“, bedankt sich Margit Nowak ihrerseits. Seit
dem Unfall im Jahr 2005 begleitet und unterstützt die AUVA die
Familie Nowak mit allem, was sie braucht, um ihren Alltag zu
bewältigen: angefangen vom elektrischen Rollstuhl, einem
Bewegungstrainer bis hin zur Duschvorrichtung.

„Pflegende Angehörige übernehmen eine ungeheuer wichtige
Verantwortung. Die AUVA unterstützt alle, die diese Aufgabe annehmen,
partnerschaftlich, um ihnen diesen Lebensabschnitt wertvoll und
sicher zu gestalten“ erklärt Alexander Bernart, Direktor der
AUVA-Landesstelle Wien.

„Ausmaß und Qualität der Rehabilitation haben einen großen Einfluss
auf den weiteren Heilungsprozess und die Wiedererlangung von
körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten. In unseren
Einrichtungen wird versucht, die jeweils individuellen Möglichkeiten
der Krankheits- und Lebensbewältigung von Patienten zu erkennen und
zu nutzen“, ergänzt Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle
Wien.

Neben Physio-, Ergo- und Logopädie-Therapien, die Herr Nowak zu Hause
bekommt, sind es vor allem die Kur-Aufenthalte im Orthopädischen
Krankenhaus in Rovinj, in Kroatien, die sich sehr positiv auf den
Gesundheitszustand von Otto Nowak auswirken und wo auch seine Ehefrau
Margit sich erholen kann.

„Wir geben nicht auf!“

Gemeinsam meistert das Ehepaar das Schicksal, ans Aufgeben wurde noch
nie gedacht. „Wir sind seit über 50 Jahren ein Paar; solange ich
kann, werde ich mich um meinen Mann kümmern“, verspricht Margit
Nowak. Natürlich ist Otto auch bei der Pflegepreis-Verleihung dabei.
Auf die Frage, ob er stolz auf seine Frau ist, antwortet er kurz und
bündig: „Ja freilich!“

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen
Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen
unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige
sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum
Studienabschluss. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern
Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der
AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten rund 150.000 Verletzte in den
Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie
rund 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und
Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA
finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur
Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die
vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und
die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei
weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und
finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BTT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel