ÖAMTC-Untersuchung zeigt: Jeder zweite Schutzweg ist unzureichend beleuchtet

Messungen der Beleuchtungsstärke zeigen Verbesserungsbedarf auf

Wien (OTS) - Schutzwege werden errichtet, um Fußgängern ein sicheres Queren der Fahrbahn zu ermöglichen. Im Jahr 2014 verunglückten allerdings rund 4.100 Fußgänger im Straßenverkehr, ca. ein Viertel davon auf einem Schutzweg (Quelle: Statistik Austria; Bearbeitung:
ÖAMTC Unfallforschung). 37 Prozent der Schutzwegunfälle ereigneten sich bei Dunkelheit.

Der ÖAMTC hat in den neun Landeshauptstädten die Beleuchtungsstärke von je sechs (in Wien zehn) nicht-signalgeregelten Schutzwegen im kreuzungsfreien Streckenbereich überprüft.

"Das Ergebnis zeigt, dass nur jeder zweite stichprobenartig ausgewählte Schutzweg den in der technischen Norm festgelegten Mindestwert von 5 Lux erreicht. Bei 13 Schutzwegen lagen mehr als die Hälfte aller Messpunkte unter dem Minimum", so ÖAMTC-Experte David Nosé.

Gute Ergebnisse in Salzburg und Eisenstadt

Alle gemessenen Schutzwege in Salzburg und Eisenstadt wiesen eine der Norm entsprechende Beleuchtungsstärke auf. In allen anderen Landeshauptstädten gab es mindestens zwei "Zebrastreifen" mit unzureichender Beleuchtung. An drei Schutzwegen wurde an keinem Messpunkt der Mindestwert erreicht. In Bregenz erfüllten fünf der sechs überprüften Schutzwege die Vorgaben nicht.

Ein häufiges Problem stellt eine einseitige Beleuchtung dar. Durch dunkle Bereiche auf den gegenüberliegenden Auftrittsflächen wird die Erkennbarkeit der Fußgänger für die Fahrzeuglenker erschwert.

Gefahren durch unzureichende Beleuchtung reduzieren

In den Wintermonaten häufen sich die Fußgängerunfälle, da die Zeit ohne Tageslicht länger wird und dadurch Fußgänger schlechter erkennbar sind. "Vielfach vertrauen Fußgänger bei Dunkelheit darauf, dass sie vom Fahrzeuglenker wahrgenommen werden. Wenn aber der Schutzweg schlecht beleuchtet ist, Fußgänger dunkle Kleidung tragen oder die Fahrzeugbeleuchtung mangelhaft ist, wird das rechtzeitige Erkennen eines Fußgängers erschwert", erklärt Nosé.

Um diese Gefahren zu reduzieren, fordert der ÖAMTC unter anderem die regelmäßige Überprüfung und Wartung von Schutzwegbeleuchtungen, blendfreie Beleuchtungskörper sowie eine hochwertige Ausstattung sensibler Querungsbereiche vor Schulen, Einkaufszentren, Seniorenheimen, etc. Außerdem sollten Schutzwege und ihr Umfeld von Bewuchs freigehalten werden.

Zudem appelliert der ÖAMTC an alle Fahrzeuglenker, gerade in der dunklen Jahreszeit vor Schutzwegen besonders aufmerksam und bremsbereit zu fahren und die seitlichen Bereiche zu beachten. Fußgänger sollten helle und reflektierende Kleidung tragen, Sichtkontakt zum Fahrzeuglenker suchen und idealerweise den Schutzweg mittig queren.

Wie schwer es ist, Fußgänger und Radfahrer bei Dunkelheit zu erkennen, thematisiert auch die ÖAMTC-Initiative "Sehen und gesehen werden" mit ihrem Video: http://www.gesehenwerden.at/video.php

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