Heinisch- Hosek: Vereinbarkeitsmaßnahmen und Informationspflicht im Nationalrat beschlossen

Weitere Schritte in Richtung Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelungen

Wien (OTS) - Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek begrüßt die Novellen zum Arbeitszeit-, Mutterschutz- und Väter-Karenzgesetz, die heute im Nationalrat beschlossen wurden:
„Österreich ist, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft, auf einem guten Weg. Mit gleich mehreren Maßnahmen erreichen wir Verbesserungen im Bereich Vereinbarkeit für verschiedene Gruppen. Mit der Informationspflicht für Unternehmen bei frei werdenden Vollzeitstellen unterstützen wir vor allem Frauen."

„Bessere Vereinbarkeit ist keine persönliche Frage – davon profitiert die Gesellschaft und die Wirtschaft als Ganzes. Die OECD hat berechnet, dass Österreich durch Geschlechtergleichstellung ein BIP-Wachstum von rund 13% bis 2060 zu erwarten hätte. Dieses Potenzial müssen wir auch nutzen. Das Vereinbarkeitspaket ist ein Schritt in diese Richtung“, so die Ministerin.

Für freie Dienstnehmerinnen gibt es Verbesserungen – sie werden mit der beschlossenen Novelle künftig ebenfalls unter das Beschäftigungsverbot laut Mutterschutzgesetz fallen. Damit haben sie Anspruch auf Wochengeld und Freistellung direkt vor und nach der Geburt.

„Pflegeeltern, die ein Kind ohne die Möglichkeit einer Adoption in unentgeltliche Pflege genommen haben, erhalten nun erstmals auch einen Karenzanspruch. Das freut mich besonders“, so die Ministerin.

Frauen, die eine Fehlgeburt erleben mussten, sollen in der unmittelbaren Zeit danach besonderen arbeitsrechtlichen Schutz haben. „Leider ist es immer wieder vorgekommen, dass Frauen in dieser schwierigen Zeit nach einer Fehlgeburt vom Arbeitgeber gekündigt wurden. In Zukunft gibt es daher innerhalb von vier Wochen danach Kündigungs- und Entlassungsschutz“, so Heinisch-Hosek.

„Die Neugestaltung des Kinderbetreuungsgeldes wird der nächste große Schritt in Richtung mehr Vereinbarkeit sein. Hier bin ich in guten Gesprächen mit Familienministerin Karmasin. Mir ist es wichtig, für Familien bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kinderbetreuung partnerschaftlich geteilt wird. Dazu gehört ein nur für Väter reservierter Anteil an der frühen Kinderbetreuung genauso wie ein Papa- bzw. Babymonat. Nicht zuletzt ist es den Familien besonders wichtig, die ersten prägenden, aber auch sehr anstrengend Wochen direkt nach der Geburt gemeinsam verbringen zu können", schließt Heinisch-Hosek.

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung und Frauen
Mag.a Veronika Maria
Pressesprecherin
01-53120/5011
veronika.maria@bmbf.gv.at
www.bmbf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MUK0002