Huainigg: Mittelauffüllung wichtiger Entwicklungsfonds beschlossen

24,3 Millionen Euro für den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) und die Interamerikanische Investitionsgesellschaft (IIC)

Wien (OTS/ÖVP-PK) - In der gestrigen Nationalratssitzung wurde die Wiederauffüllung der Fonds zweier wichtiger internationaler Finanzinstitutionen (IFIs) beschlossen. Abg. Dr. Franz Joseph Huainigg, ÖVP-Sprecher für Internationale Zusammenarbeit, äußert sich dazu wie folgt: "So wichtig die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Ländern des globalen Nordens und des globalen Südens auch ist, erfordern große Herausforderungen wie Klimawandel, unfreiwillige Migration oder fehlende Infrastruktur globale Strategien. Genau hier setzen die internationalen Finanzinstitutionen mit der multilateralen EZA an. Finanzminister Schelling setzt mit der Auffüllung dieser zwei Fonds ein wichtiges Zeichen und unterstreicht damit die Relevanz der multilateralen EZA, ganz besonders in Zeiten einer äußerst angespannten Budgetsituation".

Österreich verpflichtet sich zur Beteiligung an der zehnten Wiederauffüllung des IFAD (Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung) in Höhe von 16 Millionen Euro in den Jahren 2016-2018. Die Kernaufgaben dieses Fonds sind die Steigerung der Nahrungsmittelproduktion, Verbesserung der Ernährungslage und Erhöhung der Beschäftigungszahlen und der Einkommen. Huainigg erinnert: “Weltweit sind rund 900 Millionen Menschen unterernährt, Tendenz steigend”. Der IFAD ist auf Armutsbe¬kämp¬fung in länd¬lichen Gebie¬ten spe¬zia¬li¬siert. Hier¬für ver¬gibt er zinsgünstige Kre¬dite an sogenannte Ent¬wick¬lungs¬län¬der.

Österreich nimmt weiters an der zweiten generellen Kapitalerhöhung der IIC (Interamerikanische Investitionsgesellschaft) im Ausmaß von über acht Millionen Euro teil. Die im Jahr 1986 gegründete Tochterorganisation der Interamerikanischen Entwicklungsbank fördert durch die Finanzierung von primär kleinen und mittleren Privatunternehmen die wirtschaftliche Entwicklung ihrer lateinamerikanischen und karibischen Mitgliedsländer. Huainigg erklärt: “In Österreich, dem Land der Klein- und Mittelbetriebe, wissen wir, wie wichtig die Förderung dieser Betriebe für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist. Entwicklungsländer haben oftmals nicht die Möglichkeit, die Gründung und Aufrechterhaltung dieser Unternehmen finanziell zu unterstützen. Deshalb legt die IIC besonderen Wert darauf, genau solche Unternehmen, welche keine anderen Finanzierungsquellen für ihre Projekte finden, zu fördern.”

"Österreich leistet mit seinem Engagement in multilateralen Entwicklungsbanken und Fonds einen wichtigen Beitrag zur internationalen Solidarität. Diese Zahlungen machen zirka zwei Drittel der gesamten ODA-Leistungen, i.e. der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit, aus. Hier braucht es bewusstseinsbildende Maßnahmen, um der österreichischen Bevölkerung aufzuzeigen, welchen Beitrag wir im Bereich der multilateralen EZA leisten und was dieser wo und wie bewirkt", so Huainigg abschließend.
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