NEOS Wien fordert Untersuchung der Causa Compress

Auslandskommunikation beschränkt sich auf teure PR-Maßnahmen mit einem „befreundeten“ Unternehmen

Wien (OTS) - „20 Jahre lang war der Compress-Verlag mit der Auslandskommunikation der Stadt Wien beauftragt. Die Kosten für den Verlag, der allein in den vergangenen zehn Jahren 147 Mio. Euro betragen haben, sind äußerst intransparent und aufklärungswürdig. Auch die Eingliederung der Auslandskommunikation in die Wien-Holding sorgt nicht für mehr Transparenz. Der Unterschied ist lediglich: Es braucht kein dubioses Konstrukt mehr, die roten Medienmanager sitzen direkt am Ruder“, kritisiert Kultursprecher Christoph Wiederkehr.

„Wir wollen wissen, was ist mit den Millionen, die dem Compress-Verlag zur Verfügung gestellt wurden, gemacht worden? Wo sind Auslandsbüros eingerichtet worden? Was hat man unter dem Titel Auslandskommunikation finanziert? Der Verbleib von mindestens vier Mio. Euro des Jahresbudgets von 15 Mio. Euro ist unklar. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein derart hoher Betrag als ‚Gewinn‘ abfließt“, betont Clubobfrau Beate Meinl-Reisinger in ihrem Beitrag zur Generaldebatte. „Die Grünen haben hier offenbar ihre Meinung geändert: Noch im Sommer befanden sie selbst in öffentlichen Aussagen, dass Compress dubios und aufklärungswürdig sei. Nun ist hierzu nichts mehr zu hören“, so Meinl-Reisinger

Die Angelegenheit solle dringend untersucht werden, wenn nicht in einer Untersuchungskommission, dann jedenfalls aber vom Stadtrechnungshof, stellt Wiederkehr fest. „Doch in Wahrheit ist der Compress-Verlag nur ein kleines Puzzlestück, die gesamte Kommunikation der Stadt Wien ist ein schwarzes Loch, von dem niemand genau sagen kann, wie groß es ist. Selbst SPÖ-Klubchef Oxonitsch gab in einem Interview zu, dass bis zu 50 Prozent des Inseratenbudgets in den Ressorts schlummert und es keinen einzigen Posten im Budget gibt, an dem die Gesamtsumme abzulesen ist. Unseren Schätzungen nach fließen über 100 Millionen Euro pro Jahr in die unterschiedlichsten Kommunikationsmaßnahmen.Wir fordern volle Transparenz bei den Kommunikationsmaßnahmen der Stadt, wir wollen wissen, wie viel sich die Stadtregierung ihre Selbstbeweihräucherung kosten lässt. Denn dieses Geld fehlt dringend in anderen Bereichen - zum Beispiel der Bildung“, schließt Wiederkehr.

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