Vladyka: Armut in Niederösterreich hat viele Gesichter

Armut drängt viele Menschen an den Rand der Gesellschaft

St. Pölten (OTS) - „Immer mehr Menschen werden aufgrund ihrer finanziell schwieriger werdenden Lebensumstände an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Die Armut nimmt ebenso wie die Arbeitslosigkeit zu - mit Ende November sind in unserem Bundesland inkl. SchulungsteilnehmerInnen 66.154 Menschen ohne Job. Viele Menschen haben einfach Angst und Sorge, wie es in der Zukunft weitergeht. Was bedeutet Arbeitslosigkeit für Haus und Wohnung, für die Ausbildung der Kinder, für laufenden Kredite, den gewohnten Lebensstandard, für den möglicher Weise in wenigen Jahren bevorstehenden Ruhestand?“, so die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Christa Vladyka, im Rahmen der Debatte zu der von der SPÖ in der heutigen Landtagssitzung beantragten Aktuellen Stunde zum Thema Armut und Arbeitslosigkeit nimmt auch in NÖ zu -unsere Antworten auf diese besonderen Herausforderungen. Mehr als eine Million Menschen leben in Österreich in Haushalten, die als armutsgefährdet gelten. Sie haben weniger als 60 % des Medianeinkommens zur Verfügung. Das sind in Österreich im Jahr 2013 für einen Einpersonenhaushalt 13.244 Euro im Jahr bzw. 1.104 Euro im Monat (12x pro Jahr). Die Armut hat dabei viele Gesichter, von Kindern bis zu PensionistInnen. Armut beschränkt vielfach die Möglichkeit, eine gute Bildung zu erreichen, sich eine gesunde Ernährung zu leisten, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen oder auch an einer umfassenden Gesundheitsversorgung teilzuhaben.

„Für uns Sozialdemokraten ist es maßgeblich und sinnvoll, dass niedrige und mittlere Einkommen entlastet werden. Mit der Steuerreform gehen wir in die richtige Richtung, diese Steuerreform ist ein wichtiger Impuls. Über 90 Prozent der Entlastung ab 1.1.2016 entfallen auf Einkommen unter 4.500 Euro brutto. Gut ist auch, dass auch KleinstverdienerInnen, die keine Lohn- und Einkommenssteuer zahlen, von der Steuerreform profitieren. Und für PensionistInnen, die keine Lohn- und Einkommenssteuer zahlen, gibt es erstmals eine Steuergutschrift von bis zu 110 Euro. Wir SozialdemokratInnen wollen aber mehr tun: Die Zunahme der Löhne und Gehälter sollte sich zudem an Produktivitätszuwachs und Inflation orientieren, um den Anteil der ArbeitnehmerInnen am gesellschaftlichen Wohlstand zu sichern. Eine Erhöhung der Mindestlöhne auf 1.700 Euro ist anzustreben, kommen muss auch eine Arbeitszeitverkürzung, um die vorhandene Arbeit gerechter zu verteilen. Verbesserte Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind ebenso wichtig wie die Schließung der Einkommensschere zwischen Frauen und Männern. Die SPNÖ spricht sich in diesem Zusammenhang auch strikt gegen eine Obergrenze bei der Bedarfsorientierten Mindestsicherung aus. Nicht nur widerspräche dies dem Gleichheitsgrundsatz, auch wären dabei überdurchschnittlich Familien mit Kindern, die jeden Euro wirklich brauchen, betroffen. Anstatt auf jene los zu gehen, die ohnehin armutsgefährdet sind bzw. in die Armut abzustürzen drohen, brauchen wir Projekte und Maßnahmen um Arbeitslosigkeit zu verhindern bzw. einzudämmen“, so die SPNÖ-Sozialsprecherin abschließend. (Schluss) fa

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