Nationalrat – Kirchgatterer zu Freiwilligendienst: 10 Monate statt 12 für Zivildienst anrechenbar

Zugang für Frauen zu Gedenkdienst gleichgestellt, bessere Information für Lehrlinge

Wien (OTS/SK) - Mit den Änderungen des Zivildienstgesetzes werden die diversen Auslandsdienste gebündelt und im Freiwilligengesetz verankert. „Die Änderungen bringen mit sich, dass künftig zehn statt zwölf Monate Freiwilligendienst – in Form des Freiwilligen Sozialen Jahrs, Friedens-, Sozial- oder Gedenkdienst – ausreichen, um den Zivildienst abzuleisten. Das bedeutet eine Aufwertung dieser Dienste für die ausübenden Personen“, strich SPÖ-Menschenrechtssprecher Franz Kirchgatterer heute, Donnerstag, im Plenum hervor. ****

Leistungen wie der Gedenkdienst haben „international ein hervorragendes Echo und sind demokratiepolitisch sehr bedeutend“, lobt Kirchgatterer. „70 Jahre nach Ende des NS-Regimes ist es wichtig, dass sich junge Menschen mit den Ursachen und Mechanismen von Verfolgung, Alltagsgewalt und Vernichtung befassen.“

Als positive Neuerungen nennt Kirchgatterer auch, dass nun der Zugang für Frauen zum Gedenkdienst gleichgestellt und finanziell abgesichert ist und dass die Information über diese Dienste bei Lehrlingen stärker verbreitet wird.

Kirchgatterer wirft in seinem Beitrag auch einen Blick zurück: „In der ersten Regierungsperiode nach dem Zweiten Weltkrieg waren über 80 Prozent der Abgeordneten hier im Hohen Haus Opfer politischer Verfolgung, entweder durch den Austrofaschismus oder das NS-Regime – oder durch beide. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sie wurde hart erkämpft. Daher ist es erfreulich, dass wir Dienste fördern, die historisch-politische Bildung und Demokratieverständnis vermitteln“, sagte Kirchgatterer. (Schluss) bj/kg/mp

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