FPÖ: Karlsböck schließt sich Ärztekritik an: Aushungerung der Gerichtsmedizin ist ein Skandal

„Es geht auch um die Sicherung des Rechtssystems“

Wien (OTS) - Die Kritik der Ärztekammer an der Vernachlässigung der Gerichtsmedizin sei mehr als berechtigt, betont der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und freiheitliche Wissenschaftssprecher, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, der bereits vor einem Jahr deren Aushungerung kritisiert hat.

„Es ist für mich unverständlich und inakzeptabel, dass die Gerichtsmedizin auch in den neuen Leistungsvereinbarungen mit der Medizinischen Universität Wien nicht jene Beachtung gefunden hat, die ihr als eigenständige akademische Disziplin zusteht, und weiterhin finanziell ausgehungert wird“, betont Karlsböck und verweist auf die langjährige Tradition des Instituts in der Sensengasse, das mit Wilhelm Holczabek einstmals sogar den Rektor der Wiener Universität gestellt habe, dann jahrzehntelang vernachlässigt worden sei und heute als Department mehr geduldet denn gefördert werde.

„Dass eine Gerichtsmedizin in Wien de facto nicht mehr stattfindet, wie die Ärzteschaft zu Recht beklagt, ist ein völlig falsches Signal und zeugt auch von mangelndem Respekt gegenüber dem Rechtsstaat“, findet Karlsböck – sowohl als freiheitlicher Wissenschaftssprecher als auch als Mediziner – und fordert die unverzügliche Bereitstellung aller für eine funktionierende Gerichtsmedizin notwendigen Ressourcen. Denn eine qualitativ hochwertige Gerichtsmedizin liege im gesamtgesellschaftlichen Interesse, schließlich gehe es nicht um akademische Eitelkeiten, sondern um die lückenlose Aufklärung von Verbrechen und damit die Unterstützung unserer Justiz.

Karlsböck erneuert überdies seine Forderung aus 2014, die Zuständigkeiten für die Gerichtsmedizin im Wissenschaftsministerium zu bündeln, denn es sei Aufgabe von Forschung und Lehre, unser hervorragendes Rechtssystem auch durch medizinische Expertise auf höchstem wissenschaftlichen Niveau zu unterstützen. Und das koste eben Geld.

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