Preisgekrönte Doku „Kaufen für die Müllhalde“ im „dok.film“-Konsum-Schwerpunkt

Am Sonntag, dem 13. Dezember, um 23.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Einen kritischen Blick auf die moderne Wegwerfgesellschaft und ihre industriellen Wegwerf-Strategien wirft die preisgekrönte Dokumentation „Kaufen für die Müllhalde“ am Sonntag, dem 13. Dezember 2015, um 23.05 Uhr in ORF 2. Damit geht der dreiwöchige Themenschwerpunkt im „dok.film“, der sich mit den unterschiedlichen Facetten des Konsums befasst, in die zweite Runde. Den Abschluss bildet am 20. Dezember die Dokumentation „Wünsche werden wahr – Die Entstehung des Kaufhauses“.

Die international vielfach preisgekrönte Dokumentation „Kaufen für die Müllhalde“ der deutschen Filmemacherin Cosima Dannoritzer befasst mit dem Phänomen der „geplanten Obsoleszenz“ – der bewussten Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses als Teil einer industriellen Produktstrategie. Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift unverhohlen: „Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft“. Bei zahlreichen Konsumgütern – seien es Glühbirnen, Computer, Handys oder Nylonstrümpfe – ist somit der Verschleiß von den Herstellern vorprogrammiert, um die Wirtschaft in Schwung zu halten. Der Kunde soll ein defektes Gerät nicht reparieren lassen, sondern das Altgerät entsorgen und ein neues kaufen. Verheerende Umweltfolgen, wie zum Beispiel riesige Elektromüllhalden, sind die Konsequenz.
Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen erzählt der Film „Kaufen für die Müllhalde“ die seltsame Geschichte der „geplanten Obsoleszenz“. Sie beginnt in den 1920er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 1950er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.
Heute wollen sich viele Verbraucher/innen nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Folgen für die Umwelt zeigt der Dokumentarfilm die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra. Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln. Und Intellektuelle mahnen, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.

„Kaufen für die Müllhalde“ entstand als französisch-spanische Koproduktion im Jahr 2010 und wurde in mehr als 20 Länder verkauft.

Der „dok.film“ ist in der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) sowohl als Live-Stream als auch sieben Tage lang nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand abrufbar.

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