Obernosterer: Langjährige Forderung der Tourismuswirtschaft nach flexibleren Arbeitszeiten wird umgesetzt

Neue Ruhezeitregelung sichert Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Ferienhotellerie

Wien (OTS) - Die lange geforderten und heute beschlossenen flexibleren Arbeitszeiten in der Gastronomie und Hotellerie sind wichtig für Österreichs Konkurrenzfähigkeit im internationalen Tourismus-Umfeld, erklärte ÖVP-Tourismussprecher Abg. Gabriel Obernosterer heute, Donnerstag, zu den entsprechenden Gesetzesänderungen im Nationalrat.

So wird die Möglichkeit zur Verkürzung der täglichen Ruhezeit von elf auf acht Stunden von bisher höchstens zweimal pro Woche auf fünfmal pro Woche erweitert. Weiters kann der Zeitraum für die Ersatzruhe von bisher 10 Tagen auf die ganze Saison verlängert werden. "Diese Flexibilisierung entspricht den praktischen Anforderungen moderner Gästebetreuung und verschafft der österreichischen Tourismuswirtschaft in Zeiten immer härterer ausländischer Konkurrenz etwas Luft", so Obernosterer.

Die bisher geltenden Regelungen hätten teilweise zu paradoxen Situationen geführt, erläutert der ÖVP-Tourismussprecher aus der täglichen Praxis heimischer Hotelbetriebe. So sei es einem Mitarbeiter, der von 7 bis 11 Uhr mit den Arbeiten rund um das Hotelfrühstück beschäftigt war, gesetzlich nicht erlaubt gewesen, sich ab 18 Uhr um das Abendessen zu kümmern, auch wenn er dazwischen 7 Stunden frei hatte. Dieser auch von den Mitarbeitern kritisierte Zustand könne nunmehr durch das neue, flexiblere Arbeitsrecht bereinigt werden.

Auch die neue Möglichkeit, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in einem Block zu absolvieren, zum Beispiel an einem besonders frequentierten Wochenende, wird von Obernosterer als "sehr praxisgerechte Regelung" begrüßt. In Spitzenzeiten seien solcherart beschäftigte Aushilfskräfte für die Betreuung der Gäste unbedingt notwendig.

Der Nationalrat habe mit der heute beschlossenen Gesetzesänderung eine zeitgemäße gesetzliche Basis für flexibles, kundenorientiertes Arbeiten in der österreichischen Gastronomie und Hotellerie geschaffen. Einzelne Details müssten nun von den Sozialpartnern auf kollektivvertraglicher Ebene ausgehandelt werden. Angesichts der Bedeutung, die der Tourismus für die gesamte österreichische Wirtschaft und die Zahlungsbilanz habe, ein längst überfälliger Schritt, so ÖVP-Tourismussprecher Obernosterer.
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