FCG/GPA-djp: Nein zur Pensionsautomatik

Christliche GewerkschafterInnen distanzieren sich von der Position des Finanzministers

Wien (OTS/FCG) - Die Forderung nach einer automatischen Pensionsanpassung ist auch für die christlichen GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft der Privatangestellten (FCG/GPA-djp) nicht nachvollziehbar. „Die Forderungen, die aus dem Finanzministerium durchsickern, lassen unsoziale Zugänge vermuten, von denen wir uns als GewerkschafterInnen im Sinne der ArbeitnehmerInnen klar distanzieren“, betont Wolfgang Pischinger, Vorsitzender der FCG/GPA-djp.
Automatiken gehen zu Lasten der Menschen. Wir sind der Meinung, die Verantwortlichen sollten sich auf die Ankurbelung des Wirtschaftswachstum und auf die Schaffung von Arbeitsplätzen konzentrieren, anstatt in die Lebensrealitäten der Menschen einzugreifen“, so Pischinger.

Die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit setzen: im Sinne der Versicherten

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen völlig an der Realität vorbei. Heute gehen die Menschen im Schnitt bereits mit 59 Jahren in Pension. Hier gehöre die Schraube angesetzt, sind sich die christlichen GewerkschafterInnen in der GPA-djp einig. „Es muss unser aller oberstes Ziel sein, das tatsächliche Pensionsantrittsalter zu erhöhen. Die Unternehmen müssen Maßnahmen setzen, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger gesund im Arbeitsleben zu halten. Nur so kann die Finanzierung unseres Pensionssystems funktionieren“, ist Pischinger überzeugt. Im Notfall auch durch den Einsatz eines Bonus-Malus Systems, wie bereits schon länger von den Gewerkschaften gefordert.

FCG/GPA-djp weiterhin gegen die vorzeitige Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters

Spannend werde bleiben, so die FCG/GPA-djp, was beim Pensionsgipfel im Februar tatsächlich präsentiert und diskutiert werde. Welche unsozialen und ständig kursierenden Maßnahmen à la Pensionsautomatik oder Angleichung des Frauenpensionsantrittsalters aus der Lade gezaubert werden. „Wir appellieren an die Verantwortlichen, die Debatte um die Finanzierung unseres Pensionssystems nicht auf den Schultern der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieses Landes auszutragen, die die Stütze unseres gut funktionierenden Sozialsystems sind, und eine solch unseriöse Diskussion nicht verdient haben“, so Pischinger abschließend.

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