Gemeinnützigkeitsgesetz wichtiger Impuls

Fundraising Verband Austria begrüßt Gemeinnützigkeitsgesetz zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien (OTS) - Gestern beschloss der Nationalrat das Gemeinnützigkeitsgesetz. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen. Dieses Maßnahmenpaket wird die in Österreich raren Großenspender motivieren. Internationale Vorbilder belegen, dass rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen hier entscheidend sind. Der Fundraising Verband begrüßt die breite Mehrheit - auch von Seiten der Opposition - für das neue Gesetz, bedauert aber die nicht durchgesetzte Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz.

Zahlen und Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern belegen, dass die Zahl der Großspenden maßgeblich von geeigneten steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen abhängen. „Mit dem neuen Gemeinnützigkeitsgesetz werden die in Österreich unterrepräsentierten Großspender entscheidend motiviert. Im internationalen Vergleich sehen wir ein Potenzial von zusätzlich einer Milliarde Euro jährlich für die Projekte des gemeinnützigen Sektors.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen, überzeugt. In den nächsten Jahren rechnet der Fundraising Verband mit zahlreichen Gründungen gemeinnütziger Stiftungen. „Das Gemeinnützigkeitsgesetz wird die Stiftungslandschaft beflügeln und zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor frei setzen. Es wird maßgeblich helfen, die wichtigen gesellschaftlichen Zukunftsfragen und Herausforderungen zu bewältigen“, freut sich daher Monica Culen, Präsidentin des Fundraising Verbands Austria.

Die durch das Paket frei gesetzten Mittel werden neue Projekte ermöglichen und damit auch neue Arbeitsplätze schaffen. Bereits jetzt beschäftigt der Sektor 236.000 Personen und hat eine maßgebliche Rolle als Arbeitgeber in Österreich. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten kurzfristig bis zu 2.500 weitere dazukommen. „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“ sind sich Culen und Lutschinger daher einig. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Tierschutz und Bildung bitte warten

In der parlamentarischen Diskussion um das Gemeinnützigkeitsgesetz konnte sich leider die von vielen Seiten geforderte Erweiterung der Spendenabsetzbarkeit auf Tierschutz und Schulen nicht durchsetzen. Der bei den Österreichern so beliebte Tierschutz bleibt hier genauso wie Schulen weiter benachteiligt. „Wir appellieren daher an die Parlamentarier, das Thema Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz weiter zu verfolgen.“, erklärt Lutschinger und ergänzt „Spenden für Schulen in entwickelten Ländern wie Serbien oder der Türkei sind absetzbar, für österreichische Schulprojekte allerdings nicht“.

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