AK Wien Pendlertag: Chancen nutzen, Fahrplan nachbessern

Kaske: Hauptbahnhof ist Meilenstein für Verkehrsentwicklung in der Ostregion. Fahrplan nach Bedürfnissen der Pendlerinnen und Pendler weiterentwickeln

Wien (OTS) - „Endlich Vollbetrieb im neuen Hauptbahnhof: Das ist ein ganz entscheidender Schritt und eine große Chance für einen neuen und noch besseren Bahnverkehr in der Ostregion“, sagt AK Präsident Rudi Kaske zum AK-Wien-Pendlertag, an dem die AK traditionell zum Fahrplanwechsel 90.000 Pendlerfahrpläne mit den wichtigsten Nahverkehrsverbindungen in der Ostregion verteilt. Für tausende Pendlerinnen und Pendler bedeutet die Vollinbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes Verbesserungen, viele müssen aber auch Umstellungen am täglichen Weg zur Arbeit in Kauf nehmen. „Für Pendlerinnen und Pendler mit fixen Arbeitszeiten sind schon Verschiebungen um 10 Minuten ein Problem, wenn sie etwa im Handel bis 20 Uhr arbeiten müssen und der letzte Zug um 20 Uhr 14 geht“, sagt Kaske. Der neue Hauptbahnhof ist ein „wichtiger Meilenstein in der Verkehrsentwicklung der Ostregion“, so der AK Präsident. „Diese Chance müssen wir nutzen, um mehr Menschen in den öffentlichen Personennahverkehr zu bringen.“ Etwa 85 Prozent der Bahnfahrgäste sind im Nahverkehr unterwegs. „Was die Pendlerinnen und Pendler brauchen, muss der Fahrplan anbieten“, so Kaske. „Ich sehe noch Möglichkeiten, die Fahrpläne besser auf die Bedürfnisse der Pendlerinnen und Pendler abzustimmen und bringen diese gerne ein.“ Mit dem neuen Fahrplan ist der erste Schritt zum integrierten Taktfahrplan gelungen. Bahn und Busse sind besser auf einander abgestimmt. „Jetzt muss an einigen Stellen noch nachgebessert werden.“

Die AK fordert:

+ Es braucht mehr flexible Elemente auch im integrierten Takt-Fahrplan: Zusätzliche Halte von schnellen Zügen in den Zeiten, in denen viele PendlerInnen unterwegs sind: Zwischen 6 und 9 Uhr und am Abend zwischen 17 und 21 Uhr.

+ Südbahn: Zwischen 7 und 8 Uhr morgens kommen tausende ArbeitnehmerInnen mit der Südbahn nach Wien, viele arbeiten rund um den Hauptbahnhof. Aber ihre Züge fahren nur bis Meidling.

+ Südbahn: Die Züge aus dem Süden sind übervoll. Der viergleisige Ausbau der Süd-bahn hat schon begonnen. Er muss jetzt mit aller Kraft vorangetrieben werden, damit mehr PendlerInnen in der wachsenden Ostregion die Bahn auf dem Weg zur Arbeit nutzen können.

+ Samstags-Züge: Immer mehr Menschen arbeiten auch am Samstag. Aber am Samstag ist das Zugangebot extrem ausgedünnt. Auch am Samstag muss die Fahrt zur Arbeit mit den Öffis in zumutbarer Zeit möglich sein.

+ Abendverbindungen: Viele Handelsangestellte arbeiten bis 20 Uhr. Sie brauchen Züge, die frühestens um 20:30 abfahren, damit sie den Weg von der Arbeit zum Bahnhof schaffen. Aber auf der Pottendorfer Linie und auf der Ostbahn in den Seewinkel sind die Abendzüge von 20:32 auf 20:19 beziehungsweise auf 20:14 Uhr vorverlegt worden. „Das ist vor allem für Beschäftigte im Handel nicht zu schaffen. Sie haben dann keine Möglichkeit mehr mit der Bahn nach Hause zu kommen.“

+ Stadtenwicklungsgebiete gut anschließen: Auf der Linie der S-80 zum Hauptbahnhof halten die Zügen nicht an allen Haltestellen. Das wird in diesem dichtbesiedelten und boomenden Stadtgebiet zu spürbaren Verschlechterungen des Bahnangebots für die Berufstätigen führen. Hier müssen zumindest in den Haupt-Pendlerzeiten möglichst alle Züge halten.

Die AK befragt die PendlerInnen, wie es mit dem neuen Fahrplan läuft:

Die große AK Pendler-Umfrage ab 14.Dezember wien.arbeiterkammer.at/Pendler

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Wien
Ute Bösinger
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