Neues Volksblatt: "Publicity" von CR Christian HAUBNER

Ausgabe vom 10. Dezember 2015

Linz (OTS) - Der Streit um die Linzer Ampelpärchen hat weit über die Landesgrenzen Widerhall gefunden. So schafft man es auch, in der internationalen Presse unterzukommen. Wenn man sich vergegenwärtigt, worum es konkret geht, überrascht das.
Dass Befürworter jene Symbole auf den Fußgänger-Ampeln, die für gleichgeschlechtliche Liebespaare stehen, mit Offenheit und Toleranz begründen, mag nach einem hehren Ziel klingen. Es ist aber alles andere als folgerichtig. Denn genau genommen haben Ampel-Symbole nicht wirklich etwas mit Toleranz zu tun, bestenfalls mit dem Anschein einer solchen.
Dazu eine generelle Überlegung: In unserer zum Glück offenen Gesellschaft hat jede und jeder genügend Möglichkeiten, eigene Ansichten öffentlich zu vertreten. Leserbriefe, Einträge in sozialen Netzwerken oder Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen es, zu politischen und gesellschaftlichen Themen offen Stellung zu beziehen. Warum muss es ein in der Straßenverkehrsordnung geregeltes Verkehrszeichen sein? Würde das Schule machen, würden wohl bald auch Überkopf-Wegweiser mit gesellschaftlichen Botschaften verziert.
Es ist aber offensichtlich, dass man in einer Diskussion, die bereits so emotional geführt wird und vor allem von beiden Seiten stark ideologisiert ist, mit derlei Gedanken wohl nicht mehr durchdringt. Schade eigentlich. Für weitere Publicity ist zumindest gesorgt.

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