ÖSTERREICH gewinnt gegen KURIER im Prozess um Interview

KURIER ist es ab sofort per "Einstweiliger Verfügung" verboten, weiter zu behaupten, ÖSTERREICH "habe ein Interview abgedruckt, das nie stattgefunden hat"

Wien (OTS) - Die Tageszeitung ÖSTERREICH hat den entscheidenden Prozess gegen den KURIER in der Auseinandersetzung, ob ein Interview mit dem Vater des IS-Terroristen Mohamed Mahmoud tatsächlich geführt oder "erfunden" wurde, in allen Punkten gewonnen. Laut Urteil des Handelsgerichts Wien vom 4. Dezember 2015 (nicht rechtskräftig) ist es dem KURIER ab sofort per Einstweiliger Verfügung bei sonstiger Exekution verboten, weiter zu behaupten, das Interview mit Mohameds Vater in ÖSTERREICH habe nie stattgefunden oder sei erfunden worden.

Dem Urteil des Handelsgerichts war ein Rechtsstreit zwischen den beiden Zeitungen vorangegangen. Der Vater von Mohamed Mahmoud hatte zunächst an ÖSTERREICH ein E-Mail gesandt, in dem er sich von seinem Sohn distanzierte. Nach Erhalt des E-Mails veröffentlichte ÖSTERREICH ein Interview mit dem Vater. Der KURIER, der ein ähnliches Interview einen Tag später druckte, behauptete - unter Berufung auf den Vater -, das Interview mit ÖSTERREICH habe nie stattgefunden.
Das Wiener Handelsgericht stellt nun - nach ausführlicher Befragung aller Zeugen (des Redakteurs, von Mohameds Vater bzw. einem seiner Söhne) eindeutig fest, dass ÖSTERREICH am Tag vor Veröffentlichung des Interviews definitiv ein Telefongespräch mit dem Vater bzw. seinem übersetzenden Sohn geführt habe, in dem die im Interview enthaltenen Fragen und Antworten sowohl mit dem Vater als auch mit dem als Übersetzer agierenden Sohn korrekt besprochen wurden. Das Interview wurde also korrekt geführt.

Richter Dr. Alexander Sackl im Urteil: "ÖSTERREICH hat zur Gänze obsiegt."

Der KURIER muss an ÖSTERREICH 6.500 Euro Schadenersatz sowie Prozesskosten von mehr als 10.000 Euro zahlen. Er darf die Behauptung, das Interview sei nie geführt wurden, bei Exekution nicht mehr wiederholen.

Auch der "Österreichische Presserat", an den sich Mohameds Vater laut KURIER gewandt hatte, um eine Verurteilung von ÖSTERREICH wegen des "nicht geführten" Interviews zu erreichen, hat das Verfahren eingestellt und sieht "keinen Grund zum Einschreiten". Das Interview mit der Familie Mahmoud sei geführt worden und der Vater habe sich mit seinem E-Mail selbst an ÖSTERREICH gewandt.

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