Polizeisperrzone um Mensdorff-Pouilly-Jagd auf Zuchtfasane in Luising

Forstarbeiter und Bauern mussten bei Straßensperren Ausweise zeigen, keine TierschützerInnen vor Ort, PolizeibeamtInnen aus umliegenden Bezirken zusammengezogen

Wien (OTS) - Dass Mensdorff-Pouilly momentan illegal Fasane und Rebhühner jagt, ist längst nachgewiesen. Seine Fasanvolieren sind immer noch zum Bersten mit Zuchttieren aus Ungarn gefüllt, in seinem Jagdrevier in Österreich befinden sich mindestens 17 fix montierte Fasankisten. All das ist gesetzwidrig, nach Mitte Oktober dürfen im Burgenland keine Fasane mehr ausgesetzt werden. Der VGT hat das zur Anzeige gebracht, doch die Bezirkshauptmannschaft unternimmt nichts. Stattdessen hat die Landespolizeidirektion für dieses Wochenende das gesamte Gebiet um Schloss Luising zur Sperrzone erklärt. In Hagensdorf befand sich eine Straßensperre, an der selbst Forstarbeiter und Bauern auf ihren Traktoren die Ausweise vorzeigen mussten. Die BeamtInnen wurden dafür aus den umliegenden Bezirken inklusive Oberwart zusammen gezogen. Und dieser steuergeldfinanzierte Aufwand nur, um die illegalen Fasanjagden des einflussreichen Waffenlobbyisten zu ermöglichen!

Auch im benachbarten Jagdgatter Weber wurde wieder eifrig geschossen. Treiberkolonnen hetzten die eigens dafür angelieferten, zahmen Wildschweine vor sich her. Weil die Tiere keine Angst vor Menschen zeigen, musste ihnen förmlich mit dem Stock auf den Rücken geschlagen werden, um sie zum Gehen zu bewegen. 50 Wildschweine wurden nur wenige Meter vor den Treibern gesichtet, unwillig weiter zu laufen. Sowohl im Jagdrevier Luising als auch im Jagdgatter Weber verstummten die Waffen erst beim letzten Tageslicht, nachdem ein Massaker unter den eigens dafür angelieferten Zuchttieren angerichtet worden war.

VGT-Obmann Martin Balluch ist schockiert: „Was für einen Einfluss muss dieser Mensch mit seinen infantilen Vorlieben für Abschießbelustigungen auf die Politik haben! Es ist bewiesen, dass er illegal Fasane und Rebhühner schießt, aber die Polizei ermöglicht mit massivem Aufgebot seine Machenschaften nicht nur, sondern will auch noch verhindern, dass TierschützerInnen die Verbrechen dokumentieren und zur Anzeige bringen. Als ich vor einigen Tagen fotografierte, wie sehr die Fasanvolieren von Mensdorff-Pouilly gesetzwidrig überfüllt sind, fragte mich eine Polizeistreife, was ich hier tue. Statt das Tierschutzgesetz zu exekutieren, das solche Besatzdichten verbietet, wollte mich die Polizei vertreiben. Und die Verwalterin des Waffenlobbyisten fuhr im Schritttempo stundenlang hinter mir her. Doch auch gegen solche Gefahren muss sich der Rechtsstaat letztlich durchsetzen. Die heurige muss die letzte illegale Jagdsaison des Herrn Mensdorff-Pouilly sein!“

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