Neues Volksblatt: "Molln bleibt Molln" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 5. Dezember 2015

Linz (OTS) - Gleich vorweg: Es besteht gar keine Gefahr, dass die kleine Berggemeinde Molln sich in die Großstadt Miami verwandelt und statt am Nationalpark plötzlich am Atlantischen Ozean zu liegen kommen könnte. Und es mag vielleicht dem Mollner Bürgermeister ein wenig schmeicheln, aber er wird nie so wichtig wie der amerikanische Präsident werden. Die Warnung von SPÖ-Landesgeschäftsführer Binder, dass Molln nicht Miami werden dürfe, kann man also getrost in den Wind schlagen. Und auch wegen der demokratiepolitischen Bedenken des roten Neo-Landtagsabgeordneten sollte man sich keine grauen Haare wachsen lassen. Fritz Reinisch ist zwar durch ein Missgeschick in die Stichwahl gerutscht, aber das Ergebnis dieser Stichwahl ist eindeutig: Über 55 Prozent haben dem ÖVP-Kandidaten den Vorzug gegeben. Es waren also nicht die Gerichte, sondern durchaus die Bürger, die sich für Fritz Reinisch als Bürgermeister entschieden haben.
Schon bedenklich ist aber, dass die SPÖ einerseits Urteile des Höchstgerichtes nicht akzeptieren möchte und andererseits auch ein Problem mit der Gemeindeautonomie hat — denn möglicherweise wird nach der Bezirks- und Landesebene sich schon bald SPÖ-Chef Faymann in der Molln-Frage zu Wort melden. Irgendwie sollte man schon die Kirche im Dorf lassen — also diese Entscheidung in Molln — und sich auch damit abfinden, wenn man verliert.

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