„Thema“ am 7. Dezember: Krebskrank im Flüchtlingslager

Außerdem: Margit Fischer im Interview und Obdachlosenhilfe trotz Kritik

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 7. Dezember 2015, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Krebskrank im Flüchtlingslager – Versorgungsnotstand

„Ich mache mir Sorgen um meine Kinder. Es wird sich niemand um sie kümmern, wenn ich sterbe“, sagt die 36-jährige Maryam. Ihr zehnjähriger Sohn liegt mit Fieber in einem Feldbett. Die vierjährige Tochter ist verkühlt, obwohl sie auch beim Schlafen ihre Winterjacke trägt. Der achtjährige Sohn spielt gerade mit anderen Flüchtlingskindern in der „Familienhalle“ im Prater. Maryam hat Krebs. Der Krieg hat sie und ihre Familie aus Damaskus nach Beirut vertrieben. Dort hat sie mit dem letzten Geld, das sie noch hatte, eine Tumoroperation finanziert. Jetzt liegt sie seit acht Wochen auf dem Boden eines improvisierten Lagers im Wiener Dusika-Stadion – ohne ärztliche Betreuung. Die wenigen Tabletten, die sie noch hat, können die Schmerzen nicht mehr lindern. Das Flüchtlingslager im Prater, eigentlich als Transitlager gedacht, wurde zur Dauerunterkunft, weil es zu wenige Plätze in den Bundesländern gibt. Die Bedingungen für Flüchtlinge und Helfer/innen sind schlimm, berichtet Zoran Dobric.

Pfarrer Pucher – Obdachlosenhilfe trotz Kritik

Haftentlassene, Drogenabhängige, schwere Alkoholiker – die meisten machen einen großen Bogen um sie. Für Pfarrer Wolfgang Pucher sind sie Menschen wie alle anderen. Mit seiner Haltung und seinen Projekten stößt er immer wieder auf Kritik. Vor einem Vierteljahrhundert hat er die Vinzenzgemeinschaft im Grazer Bezirk Eggenberg gegründet. Mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmert er sich um Menschen wie Helmut N., der seit Jahren alkoholabhängig ist und keine eigene Wohnung hat. Andere Obdachloseneinrichtungen lehnen ihn ab, weil er trinkt. Im VinziDorf in Graz hat Helmut N. eine neue Heimat gefunden. Nächstes Jahr soll auch in Wien ein VinziDorf eröffnet werden. Ehrenamtliche sind bereit, die schweren Alkoholiker zu betreuen. Doch die Anrainer haben massive Vorbehalte. Beate Haselmayer berichtet.

Margit Fischer – eine Frau tritt in die erste Reihe

„Ich finde es gut, wenn die Enkelkinder einmal nachlesen können, wie wir und unsere Eltern gelebt haben“, sagt Margit Fischer über ihr neues Buch „Was wir weitergeben“. Ihre Erinnerungen sind ein Stück Zeitgeschichte. Geboren als Flüchtlingskind im schwedischen Exil, kommt sie als Sechsjährige ins zerbombte Wien zurück, lernt als Mittelschülerin Heinz Fischer kennen und ist seit fünf Jahrzehnten an seiner Seite. Sie beobachtet die Politik aus der zweiten Reihe und verliert sich selbst nie aus den Augen, auch nicht als Frau des höchsten Mannes im Staat. Seit elf Jahren stehen Treffen mit hochrangigen Persönlichkeiten und gekrönten Häuptern auf der Tagesordnung. „Es braucht nichts anderes, als dass man selber natürlich bleibt und nicht irgendeine Person vorspielt, die man nicht ist“, erzählt sie im „Thema“-Interview mit Andrea Puschl.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0012