Klimagipfel - Stronach/Steinbichler: „Raubtierkapitalismus“ ist mit Schuld am Klimawandel

Westen muss seine Wirtschaftsweise überdenken

Wien (OTS) - „Seit 1978 wird getagt, werden Ziele neu definiert, aber in all den Jahren wurde kaum etwas umgesetzt oder die Ziele kontrolliert. Im Gegenteil, immer undurchsichtiger wird die Klimapolitik und immer spekulativer werden die Weltwirtschaftsmärkte – zu Lasten der Landwirtschaft, der Umwelt, des Klimas, Regionale Arbeitsplätze und damit der Gesundheit der Menschen“, stellt Team Stronach Wirtschafts- und Agrarsprecher Leo Steinbichler fest. Der Gipfel in Paris müsse eine Trendwende bringen, „wir brauchen strenge Zielvorgaben und vor allem auch eine Kontrolle der vereinbarten Ziele, ob diese Vorgaben auch eingehalten werden“, verlangt Steinbichler.

„Wir können uns auf keine frommen Zugeständnisse mehr verlassen“, verweist Steinbichler auf das Beispiel Brasilien: „In Mato Grosso wurde 2014 Regenwald im Ausmaß der fünffachen Fläche Berlins gerodet, obwohl es von offizieller Seite hieß, es gebe keine Rodungen mehr. Dieser Raubtierkapitalismus, der von allen „Experten“ geduldet wird, gefährdet auch die heimische Umwelt, die Wirtschaft und die Bürger und damit die Zukunft unserer Kinder und Enkel“, erklärt der Team Stronach Mandatar.

Auch die Migrationsströme werden aufgrund „der verlogenen Wirtschaftspolitik des Westens“ noch stärker zunehmen, mahnt Steinbichler. „Die sogenannten Kriegsflüchtlinge, die derzeit nach Europa strömen, sind zu einem großen Teil Wirtschaftsflüchtlinge -ihnen wurde in ihrer Heimat jegliche Lebensgrundlage entzogen. Das, was wir derzeit erleben, ist aber erst der Anfang“, warnt er. Die Extremwetterlagen, hervorgerufen durch den Klimawandel, „werden noch mehr Menschen dazu zwingen, ihrer Heimat zu verlassen. Dazu kommen horrende Kosten für den Wiederaufbau, „in Relation dazu werden die heutigen Gewinne der Konzerne geradezu lächerlich anmuten“, erklärt Steinbichler und setzt auf die Vernunft aller Beteiligten. „Es ist höchste Zeit umzudenken und auf eine faire nachhaltige Wirtschaftsweise umzusteigen!“

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