Volkshilfe: Ehrenamtliches Engagement macht Österreich menschlicher

Volkshilfe-Präsidentin Barbara Gross: “Freiwilligenarbeit fördert Gleichheit und Menschlichkeit“

Wien (OTS) - „Der Wert von Freiwilligenarbeit ist unbezahlbar, aber umso wertvoller“, so die Präsidentin der Volkshilfe Österreich Barbara Gross zum Internationalen Tages des Ehrenamts. „In einer Gesellschaft, in der es eine Kultur des freiwilligen Engagements gibt, können viele soziale Probleme durch gegenseitige Unterstützung gelöst werden. Das macht Österreich menschlicher“, sagt Volkshilfe Präsidentin Barbara Gross. Die letzten Wochen und Monate seien der Beweis dafür, dass zivilgesellschaftliches Engagement ein Netz der Solidarität in einer Gesellschaft spinnt, das unzählige positive Effekte mit sich bringt. Das sei der positive Befund des unvergleichlichen Einsatzes der tausenden ÖsterreicherInnen bei der Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen.

„Auch im Rahmen der Volkshilfe haben ehrenamtliche MitarbeiterInnen an den Grenzen und Bahnhöfen Großartiges geleistet. Viele haben auch zusätzlich als Privatpersonen geholfen. Ich danke allen, die sich engagiert haben, von ganzem Herzen. Damit konnte Menschen wieder Hoffnung gegeben werden, und das zählt zum Wichtigsten für Flüchtende, die alles zurücklassen mussten“, fügt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich hinzu.

„Die Volkshilfe versucht Menschen zu ermutigen, Verantwortung für ihr Lebensumfeld zu übernehmen, um so ein demokratisches, friedliches und solidarisches Miteinander zu ermöglichen“, sagt Gross und fordert gleichzeitig eine verbesserte Anerkennungskultur: „Ausprägungen einer stärkeren Wertschätzung wären die Partizipation und Einbeziehung von ehrenamtlich tätigen Personen in politische Entscheidungsprozesse. Außerdem fordern wir die Anrechnung der Zeit, die man mit Freiwilligentätigkeit verbringt auf die Versicherungsjahre sowie zum Beispiel freien Eintritt in öffentliche Einrichtungen“, so Gross. Anerkennung könne man außerdem durch die steuerliche Absetzbarkeit von Freiwilligenarbeit ausdrücken, der Möglichkeit von Freistellungen für MitarbeiterInnen oder durch Bevorzugung bei der Personalwahl durch ArbeitgeberInnen. Rahmenbedingungen für Freiwillige müssen immer wieder an die aktuellen Bedingungen angepasst werden. Das Freiwilligengesetz biete dazu eine gute Grundlage.

46% aller ÖsterreicherInnen engagieren sich in einem Verein oder über Nachbarschaftshilfe mehrere Stunden pro Woche. Das ist im internationalen Vergleich einzigartig. Auch innerhalb der Volkshilfe sind rund 25.000 Menschen ehrenamtlich im Einsatz – sei es im Besuchsdienst, bei Sammlungen für von Armut Betroffene, im Nachhilfeunterricht für Kinder, bei der Betreuung von Flüchtlingen und in vielen anderen Projekten. „Freiwilligenarbeit hat auch einen Integrationseffekt, den man noch stärker nutzen kann. Es gibt viele ältere Menschen, die sich engagieren wollen, ebenso Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Behinderung. Hier gilt es, in den Vereinen Bewusstsein zu schaffen, für möglichst viel Offenheit zu sorgen und mehr Anreize zu schaffen“, so Gross abschließend.

In den Volkshilfe Landesorganisationen können Menschen sich freiwillig engagieren, im Zuge des Freiwilligen Sozialen Jahres im sozialen Bereich Einblicke erhalten und wertvolle Erfahrungen vor Ort und mit Menschen sammeln. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig, Information gibt es in der Volkshilfe Freiwilligenbörse
http://www.volkshilfe.at/freiwilligenboerse

Rückfragen & Kontakt:

Volkshilfe Österreich
Melanie Rami, MA
+43 (0) 676 83 402 228
melanie.rami@volkshilfe.at
www.volkshilfe.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VHO0001