Fünf Wiener Installateurfirmen schaffen Defis an

Landtagspräsident Kopietz begrüßt die Initiative einiger Wiener Installateure

Wien (OTS) - „Das Netzwerk öffentlich zugänglicher Defis ist jetzt noch dichter geworden – Dank der Initiative der fünf Installateure. Die Basis für erfolgreiche Wiederbelebungsmaßnahmen nach einem plötzlichen Herzstillstand wird nun noch breiter“, sagt Prof. Harry Kopietz, Wiener Landtagspräsident und Präsident von PULS-Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes anlässlich der Inbetriebnahme der Defis samt Schulung der MitarbeiterInnen in Erster Hilfe inklusive Einsatz eines Laiendefibrillators.

Immer mehr private Unternehmen erkennen die Wichtigkeit eines Defis und schaffen solch ein Gerät an. Kopietz: „Neben öffentlichen Stellen wie Amtshäuser, Polizeiinspektionen, einigen Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs gibt es in Wien bereits Defis in Geschäftslokalen wie beispielsweise Apotheken, einer Wiener Hausbetreuungsfirma, Gasthäusern und jetzt auch bei Installateuren. Ich bin überzeugt, dass es laufend mehr werden und Wien damit noch herzsicherer wird!“

Ab sofort sind Defis bei folgenden Installateuren zu Geschäftszeiten erreichbar:
Firma Stettner, 1120 Wien, Ruckergasse 55
Firma Riedel, 1020 Wien, Ennsgasse 7-11 ggü. Vorgartenmarkt
Firma Marvan, 1160 Wien, Neulerchenfelderstraße 33
Firma Pavlis, 1210 Wien, Leopoldauer Straße 68a
Firma Berndl, 1160 Wien, Wattgasse 11

Verein Puls: Damit die Rettung nicht zu spät kommt

Ein Kreislaufstillstand ist einer der zeitkritischsten Notfälle im Rettungsdienst, nur 10 von 100 Patienten überleben einen plötzlichen Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses. Durch rasche Ersthilfe können die Überlebenschancen jedoch signifikant verbessert werden. Aus diesem Grund hat sich der Verein Puls dem Kampf gegen den plötzlichen Herztod verschrieben.

Über 12.000 ÖsterreicherInnen sterben jedes Jahr am plötzlichen Herztod. Alleine in Wien sind 3.000 Personen jährlich vom plötzlichen Herztod betroffen. Obwohl in Österreich das Netz der Blaulichtorganisationen so dicht wie nirgends anders in Europa ist, liegt die Krankenhausentlassungsrate nach einem präklinischen Herz-Kreislaufstillstand in Wien derzeit lediglich bei elf Prozent:
„Bei einem leblosen Patienten nimmt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um etwa zehn Prozent ab. Die rasche Hilfe durch Laien noch bevor der Rettungsdienst eintrifft, ist somit oft die einzige Möglichkeit, einen Menschen wieder ins Leben zurückzuholen“, sagt Dr. Mario Krammel, geschäftsführender Präsident des Vereins Puls und Notfallmediziner an der MedUni Wien (Universitätsklinik für Anästhesie, allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie). Sein Verein hat sich zum Ziel gesetzt, diese Überlebensrate nach einem Kreislaufstillstand außerhalb des Krankenhauses systematisch und nachhaltig zu verbessern.

Bei Notfällen wie einem plötzlichen Herzstillstand zählt jede Minute. Schon durch wenige Handgriffe können Zeugen von lebensbedrohlichen Zwischenfällen effizient Hilfe leisten und so die Überlebenswahrscheinlichkeit von derzeit elf Prozent auf über 70 Prozent erhöhen. Doch nur wenige trauen sich auch einzugreifen: 2011 fand in Wien nur in 49 Prozent der Fälle eine Ersthelferreanimation vor Eintreffen des Rettungsdienstes statt. Als Grund für die unterlassene Hilfeleistung wurde von Befragten in erster Linie die Angst vor Fehlern und Unwissenheit angegeben.

Effizient zu helfen ist dabei einfach und wirkungsvoll: Durch kräftigen Druck in der Mitte des Brustkorbes und den raschen Einsatz eines Defibrillators noch vor Eintreffen der Rettung können Zeugen eines Herz-Kreislauf-Stillstands effizient Hilfe leisten“, erklärt Krammel. Automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs), sogenannte Laiendefibrillatoren – oder kurz „Defis“ - sind dabei wichtige Hilfsmittel: sie sind einfach in der Handhabung und können durch einen kontrollierten Elektroimpuls das lebensgefährliche Kammerflimmern beenden.

Fotos unter www.wien.gv.at/pressebilder

weitere Informationen:
PULS-Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes
www.puls.at
www.definetzwerk.at

Defibrillatoren in Wien www.wien.gv.at/gesundheit-soziales/defis-wien.html
(Schluss)

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Thomas Kluger
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