APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Faymann, Niessl und Kurz aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 27.11. bis 03.12.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche erneut Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Am Dienstag nach dem Ministerrat kritisierte der Bundeskanzler die von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) vorgeschlagenen Ausnahmen bei der „Asyl auf Zeit“-Regelung. Kurz solle Vorschläge „zu Ende zu denken“ und lieber ausformulierte Ideen präsentieren, so Faymann. Den am Wochenende zuvor beschlossenen Grenzschutz zwischen EU-Staaten und der Türkei bezeichnete Faymann als „großen Fortschritt“. Je mehr Flüchtlinge in der Türkei bleiben könnten, umso besser sei das für die Betroffenen und die EU-Staaten, so der Bundeskanzler. Um die Umsetzung des Projekts zu koordinieren, soll es demnächst ein „Gipfeltreffen der Nettozahler“ geben, so Faymanns Vorschlag. Neben Österreich und Deutschland sollen daran die Staaten Belgien, Holland, Schweden, Finnland und Griechenland teilnehmen. Diese Länder schultern derzeit einen Hauptteil der Flüchtlingsversorgung innerhalb der EU. In der Zusammenarbeit mit der Türkei spricht sich Faymann für eine „privilegierte Partnerschaft“ anstatt eines baldigen EU-Beitritts aus, so der Bundeskanzler im Gespräch mit dem „Kurier“.

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) auf Platz zwei im Ranking. Der SPÖ-Politiker fordert einen Kurswechsel seiner Partei beim Thema Asyl. "Wir können doch nicht glauben, dass wir jedes Jahr 100.000 Flüchtlinge aufnehmen und in weiterer Folge die Integration zu 100 Prozent funktionieren wird“, sagte Niessl in einem Interview mit der „Kronen Zeitung“. Eine Flüchtlingspolitik, die davon ausgehe, dass im Winter weniger Menschen nach Österreich kämen, hält der burgenländische Landeshauptmann für „verantwortungslos“. Er fordert weiters eine klare Trennung von Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen. Innerhalb der SPÖ blieb Niessl mit seinen Forderungen jedoch isoliert: Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) bezeichnete Niessls Aussagen als "relativ inhaltsleere Zurufe", Oberösterreichs SPÖ-Chef Reinhold Entholzer hält „absolut nichts“ davon und will stattdessen „lieber einen Konfrontationskurs gegen die Verweigererländer führen als gegen die Flüchtlinge."

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